Schweizer Softwarehersteller SAF AG profitiert nicht von SAP-Partnerschaft

6. März 2008, 10:59
  • business-software
  • supply chain
  • erp/crm
  • software
image

Umsatz und Gewinn des Supply-Chain-Spezialisten aus Tägerwilen im vergangenen Jahr eingebrochen. "Erfolgsstory" soll aber weitergehen.

Umsatz und Gewinn des Supply-Chain-Spezialisten aus Tägerwilen im vergangenen Jahr eingebrochen. "Erfolgsstory" soll aber weitergehen.
Der seit zwei Jahren börsenkotierte Softwarehersteller SAF AG musste im vergangenen Jahr einen starken Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Wie das Unternehmen mit Sitz in Tägerwilen am Bodensee heute mitteilte, sank der Umsatz letztes Jahr gemäss vorläufigen Zahlen um 2,6 Prozent auf 13,2 Millionen Euro und der Nettogewinn um 35,3 Prozent auf 3 Millionen Euro. 2006 glänzte SAF AG noch mit hervorragenden Zahlen.
SAF AG entwickelt Bestell- und Prognose-Software für Handel und Industrie. Einerseits werden die Produkte im Direktgeschäft vertrieben, andererseits besteht eine OEM-Partnerschaft mit SAP. Der deutsche ERP-Riese SAP vertreibt eine von SAF entwickelte Lösung als Bestandteil von "SAP F&R" (Forecast&Replenishment). SAP F&R ist seinerseits Teil der Softwaresuite "SAP SCM" (Supply Chain Management).
Viel Potenzial im Osten
Offenbar verkaufte SAP aber zu wenig davon, wodurch die Lizenzeinnahmen für SAF AG stark zurückgingen. Bereits im vergangenen November hatte SAF mitgeteilt, dass die Umsätze im OEM-Bereich zurückgegangen seien. Im Direktgeschäft (SAF-Lösungen sind mit diversen ERP-Systemen kompatibel) scheint es etwas besser zu laufen: Zuletzt konnten Verträge in Polen und den USA abgeschlossen werden. SAF AG hat vor allem den osteuropäischen und russischen Markt im Visier, wo man laut einer Sprecherin "viel Potenzial" sieht.
"Das Geschäftsjahr 2007 lag deutlich unter unseren Erwartungen. An den Voraussetzungen für die Fortsetzung der Erfolgsstory von SAF hat sich jedoch grundsätzlich nichts geändert", lässt sich SAF-CEO Andreas von Beringe in einer Mitteilung zitieren. Detaillierte Zahlen will das Unternehmen am 12. März veröffentlichen. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

IMS Software ernennt neuen CEO

Ab Anfang nächstes Jahr übernimmt Alexander Meyer die Position des Geschäftsführers von Kurt Rüegg. Dieser bleibt dem Unter­nehmen aber erhalten.

publiziert am 7.12.2022
image

SAP stellt "Patient Management" ein

Die Softwareschmiede will im Health-Bereich vermehrt auf Partner setzen und IS-H mit dem Support-Ende von ECC ebenfalls nicht mehr unterstützen. Die DSAG bedauert den Entscheid.

publiziert am 5.12.2022
image

Globus schliesst ERP-Carve-out ab

Der Detailhändler hat seine SAP-Systeme in eine neue Umgebung migriert. Nötig wurde dieser Schritt, weil das Unternehmen von Migros verkauft wurde.

publiziert am 30.11.2022
image

Aargau migriert die SAP-Basis für 10 Millionen Franken in die Cloud

Der Kanton wechselt von einem On-Prem- in einen Cloud-Betrieb und vergibt den Auftrag für 10 Millionen Franken freihändig an SAP Schweiz.

publiziert am 25.11.2022