Schweizer Surfer fürchten sich vor Viren und Datenverlust

11. Februar 2010, 10:25
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Schweizer Internetnutzer halten sich gerne und oft im "Cyberspace" auf, schenken Sicherheitsmassnahmen wie Security-Updates oder Daten-Backups aber zu wenig Beachtung.

Schweizer Internetnutzer halten sich gerne und oft im "Cyberspace" auf, schenken Sicherheitsmassnahmen wie Security-Updates oder Daten-Backups aber zu wenig Beachtung.
Eine Umfrage der 'Hochschule Luzern - Wirtschaft' in Zusammenarbeit mit InfoSurance und der Coopzeitung, bei der rund 5500 Personen befragt wurden, kommt zum Schluss, dass sich 76 Prozent der Umfrageteilnehmer im Internet generell sicher oder genügend sicher fühlen. 7 Prozent der Befragten fühlen sich sogar sehr sicher, während sich rund 11 Prozent in der virtuellen Welt unsicher fühlen. Zwei von drei Befragten (65 Prozent) nutzen E-Banking und stufen die von den Banken eingesetzten Lösungen als praktisch und sicher ein. Immerhin 29 Prozent nutzen das elektronische Banking aber wegen Sicherheitsbedenken nicht und 5 Prozent verzichten ebenfalls komplett auf die Dienstleistung, weil sie sie als unpraktisch und kompliziert erachten. Ähnliche sind die Verhältnisse beim Online-Shopping. Während 16 Prozent ohne Sicherheitsbedenken im Internet einkaufen, verzichten ganze 30 Prozent nach wie vor auf den Online-Einkauf und begründen dies mit Sicherheitsbedenken (20 Prozent) oder den komplizierten und unpraktischen Anwendungen (10 Prozent).
Datensicherung wird vernachlässigt
Für 82,2 Prozent der Befragten stellt der Befall durch einen Computervirus die grösste Gefahr im Internet darf. Immerhin 860 der befragten Personen (15,7 Prozent) wurden im vergangenen Jahr denn auch tatsächlich Opfer eines Computervirus. Auf Platz zwei der grössten Bedrohungen steht für 69,4 Prozent der Befragten der Verlust von Daten. Allerdings, und das erstaunt, gehen die Umfrageteilnehmer trotzdem relativ sorglos mit ihren Daten um und unterschätzt das Risikos eines unwiederbringlichen Verlustes. Zwar sichern rund 80 Prozent der Befragten ihre Daten, davon aber lediglich 26 Prozent wöchentlich oder öfter. 54 Prozent gaben an, nur eine monatliche oder jährliche Datensicherung durchzuführen und fast ein Fünftel (19 Prozent) verzichtet ganz auf ein Backup. Opfer eines Datenverlustes wurden letztes Jahr 11 Prozent der Befragten.
Da es sich bei den Teilnehmer der Umfrage allerdings vorwiegend um Personen handelt, welche sich für Computer und Computersicherheit interessieren und somit entsprechend sensibilisiert sind, sei das Umfrageergebnis wohl "eher zu positiv" ausgefallen, heisst es in einer Mitteilung.
Der Verein InfoSurance, der sich für die Förderung der Informationssicherheit einsetzt, führt am 10. März den "SwissSecurityDay" durch, wo die Schweizer Bevölkerung für den sicheren Umgang mit dem Computer sensibilisiert werden soll. Ausserdem hat der Verein eine fünf Punkte umfassende Liste zum Thema Schutz vor Datenverlust und Wahrung der Privatsphäre ins Internet gestellt. (bt)

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