Schweizer Tech-Titel sind widerstandsfähiger als der SMI

12. März 2020, 16:14
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Die Corona-Pandemie lässt die Börsen crashen. Auch die grossen Tech-Titel sind betroffen, halten sich aber etwas besser.

Die Corona-Pandemie, die nun auch von der WHO so genannt wird, kostet immer mehr Menschenleben und hält die Welt in Atem. Italien hat kürzlich angekündigt, grosse Teile seiner Wirtschaftsaktivitäten einzufrieren. Die Börsen haben längt panisch reagiert. Die wichtigen Indizes sind in einen regelrechten Abwärtsstrudel geraten.
Der SMI ist seit dem 18. Februar von 11'270 Punkten auf noch 8'250 eingebrochen. Das ist ein Verlust von fast 27 Prozent. Dem Dax und dem Dow Jones erging es noch schlechter: Der bedeutendste deutsche Aktienindex verlor im selben Zeitraum fast 33 Prozent, während der US-Index seinen Sinkflug schon etwas früher ansetzte und seit dem 12. Februar 28 Prozent einbüsste.
Apples Sturzflug begann am 19. Februar: Seither hat die Aktie um über 20 Prozent eingebüsst und wird nun für 256 Franken gehandelt. Im gleichen Zeitraum musste Alphabet einen Kursverlust von über 26 Prozent hinnehmen, Microsoft 23 Prozent.

Wie machten sich die Schweizer ICT-Aktien?

Die Aktie von Swisscom hielt sich etwas besser als der SMI und liegt mit 475 Franken rund 20 Prozent unter dem Höchststand vom 18. Februar. Sunrise hat im selben Zeitraum rund 12 Prozent eingebüsst. Der Titel  wird derzeit für etwas unter 74 Franken gehandelt.
Das Banken-Software-Haus Crealogix sah im letzten Dezember einen steilen Aufstieg. Bis zum 22. Januar 2020 stieg der Kurs auf rund 118 Franken, stürzte aber nach dem 26. Februar wieder auf etwas über 97 Franken ab. Ein Verlust von fast 20 Prozent. Der Sinkflug von Temenos begann etwas früher: Die Aktie verlor seit dem 14. Februar etwas über 25 Prozent ihres Wertes.
Der Kurs von Also stieg noch bis Anfang März. In den letzten neun Tagen verzeichnete das Unternehmen allerdings einen Kursverlust von 17 Prozent. Der Titel wird derzeit mit 144 Franken bewertet.
Software One war letzten Herbst an die Börse gegangen und konnte bis am 22. Januar einen steigenden Wert verbuchen. In den letzten vier Wochen ist der Kurs aber um rund 33 Prozent eingebrochen und liegt mit etwas unter 17 Franken unter dem Wert beim IPO.

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