Schweizer Unternehmen surfen auf der Anti-NSA-Welle

27. August 2013, 14:21
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Das im Zuge der NSA-Affäre bei manchen hiesigen Kunden entstandene Misstrauen gegen US-Serviceprovider könnte eine Chance für lokale Anbieter sein, wenn sie es marketingmässig ausnützen können. Zwei Schweizer Firmen, die dies zumindest mittels PR-Massnahmen versuchen, sind QuoVadis Trustlink und SEPPmail.
SEPPmail teilt unter dem Titel "Wider die amerikanische Überwachung" mit, dass die eigene E-Mail-Verschlüsselungslösung ideal sei, um US-Schnüffelverasuche abzublocken. Beim System von SEPPmail werden die Mails durch bei den Kunden installierte Appliances vor Ort ver- und entschlüsselt. Die Mails bleiben sowohl beim Transport als auch in der Inbox verschlüsselt.
Der Zertifikatsanbieter QuoVadis meldet, dass er bereits in den letzten Wochen eine stetige Zunahme von Kunden verzeichnet habe, die sich für die Ablösung von amerikanischen SSL-Zertifikaten interessieren. "Es scheint, dass die Schweiz in Bezug auf den Vertrauensaspekt zurzeit Vorteile gegenüber Mitbewerbern aus dem Ausland geniesst. Billigzertifikate sowie hauptsächlich Zertifikate von amerikanischen Anbietern werden offenbar in den Firmen momentan stark hinterfragt", meint dazu Roman Brunner, CEO der QuoVadis Gruppe.
Anfang August haben in den USA gleich zwei kleinere Anbieter von sicheren E-Mail-Services, Lavabit und Silent Circle, ihre Geschäfte aufgegeben. Beide gaben an, dass sie angesichts der rechtlichen Lage für ihren Anspruch, Kunden einen "sicheren" Mailservice zu bieten, nicht mehr gerade stehen könnten. Der Lavabit-Gründer Ladar Levison erklärt zudem auf der früheren Website seines Unternehmens, dass er nicht einmal sagen dürfe, was ihm in den letzten Wochen widerfahren ist und ihn zur Aufgabe bewegt hat. (hjm)

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