Schweizer Verband für Smart-City-Projekte gegründet

3. Juni 2016, 13:20
  • innovation
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Mit CityZen haben die Unternehmen EcoWaste, Innobridge, Losinger Marazzi, Schréder, SixSq, Spie und Swisstraffic einen Verband ins Leben gerufen, der sich beim Bau der "Stadt der Zukunft" engagieren will.

Mit CityZen haben die Unternehmen EcoWaste, Innobridge, Losinger Marazzi, Schréder, SixSq, Spie und Swisstraffic einen Verband ins Leben gerufen, der sich beim Bau der "Stadt der Zukunft" engagieren will. Man verstehe sich als Ansprechpartner und Schnittstelle für innovative, interoperable Lösungen aus einer Hand, heisst es in einer Mitteilung. Hier werden Fachkenntnisse und Knowhow bei der Realisierung komplexer, technologieübergreifender Projekte gebündelt, die in Smart-City-Projekte fliessen. "Angesichts der Forderungen nach mehr Effizienz (Budgeteinsparungen, Kostenreduktion, ROI) und Komfort für Stadtbewohner erschien es immer notwendiger, ein Smart-City-Kompetenzzentrum für Städte zu schaffen", heisst es bei den Gründungsmitgliedern.
Der Verband agiert nach eigenen Angaben in der Schweiz als einzige Kontaktstelle für sämtliche Anliegen in Sachen Smart-City. Ziel sei es, Städten zu ermöglichen, "auf effiziente Weise ein Gesamtpaket mit konsistenten intelligenten Diensten zu entwickeln". Man führe zudem lokale Akteure zusammen und biete dank der bereits umgesetzten Smart-City-Projekte gut funktionierende Lösungen mit messbarem Nutzen. Die bisherigen Mitglieder von CityZen – weitere Unternehmen sind eingeladen sich zu beteiligen – versprechen, die Schlüsselbereiche der "intelligenten" Stadt abzubilden und nennen konkret etwa die Bereiche Strategie, Mobilität, Parkinfrastruktur, Energie, Abfallmanagement, Smart Building, Security oder Data Management.
Wie Spie-Marketing- und Kommunikationschef Oliver Wieczorek zu inside-it.ch sagte, liegt die Geschäftsführung des am 1. Juli gestarteten Verbandes derzeit gleichberechtigt bei Guy Monnier, Gründer und Chef von Ecowaste, Alexandre Coquoz, Mitglied der Geschäftsleitung von Innobridge, Massimiliano Franco, Account Manager bei Spie sowie Alain Bützberger, dem CEO von Swisstraffic. Erreichbar ist der Verband über seine Webseite, ein eigenes Büro besteht derzeit noch nicht. Momentan würden sich die Verbandsaktivitäten noch auf die französische Schweiz konzentrieren, eine Ausweitung der Verbandsdienstleistungen auf die Deutschschweiz sei aber für die Zukunft vorgesehen.
Aktuell arbeite man bereits eng mit Forschungsabteilungen und Instituten der FHS St. Gallen, der EPFL in Lausanne und der Universität Genf zusammen. Ausserdem sei man in Kontakt mit der vom Bundesamt für Energie betriebenen Plattform EnergieSchweiz und mit SmartCity Swiss. Zudem stünden einzelne Mitglieder aufgrund ihrer internationalen Aktivitäten auch mit ähnlichen, auf Smart-Citys fokussierten Organisationen in anderen europäischen Ländern in Kontakt, wie Wieczorek anfügt. (vri)

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