SCIS: "Viele Software-Projekte, die gut laufen"

4. September 2007, 16:35
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Swisscom IT Services zur Einstellung des Projekts simap2: "Wir haben im Schnitt nicht mehr Projekte, die schief laufen, als andere."

Swisscom IT Services zur Einstellung des Projekts simap2: "Wir haben im Schnitt nicht mehr Projekte, die schief laufen, als andere."
Das Projekt simap2, die geplante elektronische Beschaffungsplattform von Bund, Kantonen und einigen Städten, wurde wegen Verzögerungen eingestellt, wie heute bekannt wurde.
Swisscom-Sprecher Sepp Huber betont, dass die Entwicklungsarbeiten eben nicht von Swisscom, sondern von einem Subunternehmen, dem deutschen Spezialisten Ventasoft, vorgenommen wurden. Huber: "Swisscom hatte 2005 den Zuschlag erhalten und ihrerseits die deutsche Subunternehmerin Ventasoft für die technische Umsetzung verpflichtet. Trotz der Verlängerung der Abnahmefristen ist es der Subunternehmerin nicht gelungen, die Plattform gemäss den Vorgaben bereitzustellen. Die Firma Ventasoft wurde im übrgen auch von anderen GU vorgeschlagen."
SCIS sei durchaus fähig, als Systemintegrator zusammen mit Subakkordanten erfolgreich Projekte durchzuziehen, so Huber. Als Beispiel nennt er Projekte bei Swisslos, der Kapo Zürich, verschiedene SAP-Projekte und natürlich die Banking-Projekte der erfolgreichen SCIS-Tochter Comit. SCIS-Sprecher Martin Schweikert spricht gar von 50 bis 80 erfolgreich abgeschlossenen SAP-Projekten, wozu allerdings auch solche innerhalb des Swisscom-Konzerns gehören.
Schweikert: "Es stimmt, wir hatten zwei bis drei notleidende Projekte. Aber im Durchschnitt ist das nicht mehr als bei jedem vergleichbaren Anbieter." Übrigens sei es durchaus vorstellbar, dass sich Swisscom auch um das Nachfolgeprojekt von simap2 bewerben werde, so Schweikert.
Qualitätssicherung auf GL-Ebene
SCIS will sich auch nach den zwei Rückschlägen nicht aus dem Geschäft als Systemintegrator / GU zurückziehen. Man habe, seit der Installation von Eros Fregonas an der SCIS-Spitze, die Beurteilung von Risiken (Risk & Quality Management) neue auf Geschäftsleitungsebene angesiedelt, sowie Prozesse angepasst, sagt Huber.
Und Schweikert ergänzt, die Evaluation von dritten Partnern, die Software entwickelten, sei nun der Geschäftsleitung unterstellt. (Christoph Hugenschmidt)

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