SDSL-Preiskrieg ist lanciert

10. August 2005, 14:06
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Green lanciert ebenfalls SDSL-Angebot und päckelt ab Ende Jahr mit Cablecom

Green lanciert ebenfalls SDSL-Angebot und päckelt ab Ende Jahr mit Cablecom
Seit letzter Woche bieten verschiedene ISPs so genannte SDSL-Internet-Anbindungen an. Sie alle sind Reseller von Swisscom Fixnet. Swisscom differenziert die Preise für SDSL-Internet-Anbindung nach Region, alle ISPs ausser Cybernet offerieren ebenfalls drei Preisstufen je nach Region. Cybernet-Chef René Waser glaubt, dass Swisscom aus politischen Gründen auf den Entscheid, Randregionen preislich zu benachteiligen, zurückkommen muss.
Die verschiedenen SDSL-Angebote der sich konkurrenzierenden ISPs sind extrem unübersichtlich, da sie unterschiedliche Services mit dem SDSL-Internetanschluss bündeln und unterschiedliche Aktionsangebote (mit / ohne Aufschaltgebühr, mit / ohne SDSL-Router) lanciert haben.
Seit gestern gibt es symmetrische Internet-Anbindung nun auch bei Green - das günstigste Angebot für die Swisscom-Zone 1 für 425 Franken pro Monat. Mit dem Eintritt von Green in den SDSL-Markt zeichnet sich ein Preiskrieg zwischen den verschiedenen ISPs ab. Das günstigste Angebot steht zur Zeit bei 399 Franken in der Zone 1 (Init7).
Green verbündet sich mit Cablecom
"Gegen Ende Jahr" wird Green ein weiteres SDSL-Angebot zusammen mit Cablecom lancieren. Die Bandbreite soll bis zu 4,6 Mbit pro Sekunde betragen. Wie Green-Chef Guido Honegger sagt, wird sich das Angebot auf Firmen beschränken, die über Cablecom-Verkabelung verfügen.
Da Cablecom eine höhere Verfügbarkeit als Swisscom anbieten kann, wird Green versuchen, Swisscom im lukrativen Markt für Standleitungen anzugreifen. Honegger: "Cablecom ist meines Erachtens eindeutig auf dem Vormarsch."
Kein Billig-ADSL von Green
Nicht mitmischen will Green hingegen im Markt für Billig-ADSL, wo sich demnächst Bluewin und Sunrise gegenüberstehen werden. Sunrise propagiert zur Zeit ADSL Internetanbindung für 9 Franken 90 pro Monat - allerdings mit einer Volumenbeschränkung von 20 MB. Auch Bluewin will übernächste Woche ein "Einsteigerangebot" bringen.
Green will da nicht mitmachen. Ein "ADSL-light" entspreche nicht dem Bedürfnis von Firmenkunden, so Honegger. Tatsächlich fragen wir uns, wessen Bedürfnis ein schneller Internet-Anschluss mit Volumenbeschränkung überhaupt entspricht. 20 MB Datenvolumen sind rasch erreicht, danach kann das "billige" ADSL schnell teuer werden. (Christoph Hugenschmidt)

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