Seagate schraubt Festplattenrekord auf 750 Gigabyte

26. April 2006, 07:39
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Terabyte-Festplatten wären technisch bereits möglich.

Terabyte-Festplatten wären technisch bereits möglich.
Das Wettrüsten der Festplatten-Entwickler hat erneut zu einem Rekord im Bereich der 3,5-Zoll-Festplatten, wie sie in Desktop-PCs, Servern und Storage-Systemen verwendet werden, geführt. Seagate schraubt die Höchstmarke bei seiner vor allem für PCs und Low-end-Server konzipierten Barracuda-7200.10-Reihe auf 750 Gigabyte und kommt damit der 1-Terabyte-Platte schon beachtlich nahe. Segate selbst hat die Kapazitätserweiterung zwar nicht offiziell angekündigt, auf der Website von Seagate findet man aber bereits die neue Kapazitätsangabe.
Die Erweiterung der bisherigen Höchstkapazität von 500 Gigabyte, die bisher in Seagate- aber auch in Hitachi-Drives erreicht wurde, um noch einmal die Hälfte ist auf den Einsatz der Perpendicular-Recording-Technologie zurückzuführen. Durch senkrechte Anordnung der Datenbits auf der Festplattenscheibe ermöglicht diese signifikante Steigerungen der Speicherkapazität sowie eine verbesserte Leistung.
"Technisch wäre es bereits jetzt möglich, eine 1-Terabyte-Festplatte zu realisieren", meinte Regina Israel, Corporate Communications EMEA von Seagate, auf Anfrage von 'pressetext'. Abgesehen vom Prestige, das Unternehmen bei derartigen Rekorden für sich beanspruchen, richtet sich Seagate bei der Produkteinführung aber auch nach der derzeitigen Nachfrage. "Das größte Verkaufsvolumen erzielen wir derzeit immer noch bei Platten in der Größe von 80 bis 100 Gigabyte", so Israel.
Durch das Aufkommen von Video-on-demand-Angeboten und dem anhaltenden Trend zu immer mehr digitalen Inhalten wie Bilder, MP3s und Videos, die auf der Festplatte gespeichert werden wollen, werde die Nachfrage nach größeren Speicherkapazitäten aber kräftig ansteigen, so die Seagate-Sprecherin.
Seagate gilt als einer der Pioniere der Perpendicular-Technologie, welche die herkömmliche Praxis der longitudinalen Magnetaufzeichnung auf Festplatten immermehr ablösen wird. Neben einer Vervielfachung der Speichermöglichkeiten auf kleinem Raum bietet das Perpendicular-Recording-Verfahren zudem den Vorteil von geringeren Drehgeschwindigkeiten beim Schreiben und Lesen, was besonders für mobile Anwendungen von Bedeutung ist, da diese die Wärmeentwicklung in Grenzen halten müssen und auf einen energiesparenden Betrieb angewiesen sind.
Die neue 750-Gigabyte-Platte sowie andere Modelle der 7200.10-Serie sollen bereits in gut einem Monat weltweit auf den Markt kommen. Das genau Auslieferungsdatum sowie der Preis für die deutschsprachigen Märkte stehen Seagate zufolge allerdings noch nicht fest. Unbestätigten Berichten zufolge soll das Highend-Modell in den USA rund 590 Dollar kosten. (pte/hjm)

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