Sechs ICANN-Positionen neu zu besetzen

30. Januar 2008, 12:24
  • politik & wirtschaft
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Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers braucht einmal mehr gestandene Menschen mit Zeit und Lust, die Geschicke des Internets mitzuentscheiden. Freiwillige sollten sich bis zum 15. April bewerben.

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers braucht einmal mehr gestandene Menschen mit Zeit und Lust, die Geschicke des Internets mitzuentscheiden. Freiwillige sollten sich bis zum 15. April bewerben.
Gehört von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat fast jeder schon einmal, was sich dahinter verbirgt, dürfte selbst gestandenen Web-Usern meist eher unklar sein. Im Wesentlichen regelt die ICANN die Vergabe der Domains und Ländercodes, ist aber auch für IP-Adressen und das Zusammenspiel der Internetprotokolle zuständig. Dr. Hagen Hultzsch, Chairman des Nominierungskomitees (NomCom) drückte die Aufgabe der ICANN in einem Telefoninterview mit inside-it.ch wie folgt aus: "Im Grunde geht es um die Selbstverwaltung des Internets durch die User, um demokratische Strukturen zur Kontrolle und Organisation dieses Mediums." Ein Anspruch, der schon durch die Sonderstellung der USA, die laut Vertrag mit der ICANN die staatliche Aufsicht über die Organisation hat, nicht ganz einfach durchzusetzen ist.
Um so wichtiger ist es, die zum Jahresende neu zu besetzenden sechs Posten, zwei Board Directors, ein GNSO Council Member (Generic Names Supporting Organisation), ein ccNSO Council Member (Country Code Names Supporting Organisation) und zwei ALAC Committee Members (At-Large Advisory Committe), einer davon für Europa, mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen. Da es lediglich Spesen aber keine Aufwandsentschädigung für die Arbeit gibt, sucht die ICANN Volunteers, Freiwillige, die sowohl die notwendige Kompetenz und Erfahrung, als auch eine gehörige Portion Enthusiasmus mitbringen, um an der Pflege und Weiterentwicklung des World Wide Web mitzuarbeiten.
In den Bewerbungsunterlagen verweist die ICANN darauf, dass es in der Tat weniger um technische Kompetenzen bezüglich des Internets geht, als vielmehr um typische Softskills und Führungsqualitäten. Man versteht sich als globaler Repräsentant der Internetgemeinde, was von jedem Mitglied, sei es nun im Directors Board oder einer der Fachkommissionen, Teamfähigkeit und den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, erfordert. Je nach Position schätzt Hagen Hultzsch den notwendigen Zeitaufwand auf fünf bis fünfzehn Stunden pro Woche plus gelegentliche Reisen zu den Konferenzen. Dennoch sollte man sich für die zwei bis drei Jahre der Nominierungsphase auf den ICANN-Job konzentrieren können. Freistellungen vom Beruf über eine so lange Phase dürften eher schwierig sein, was insbesondere (Un)Ruheständler für die Aufgabe qualifiziert. Interessenten müssen sich bis zum 15. April um die Posten bewerben. Amtsantritt im Falle der Nominierung wäre dann im November 2008. (Thomas Mironiuk)

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