Security-Hersteller forcieren den Spyware-Hype

5. April 2005, 15:22
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Kaufen Sie dringend Security-Produkte!

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Pressemitteilungen von Herstellern von Sicherheitssoftware sind mit Vorsicht zu geniessen, neigen Security-Companies aus begreiflichem Eigeninteresse doch dazu, Sicherheitsprobleme möglichst drastisch darzustellen.
Seitdem unverlangte Werbe-Mails (Spam) immer effizienter abgeblockt werden, sind Meldungen im Stile von "Spam kostet die Weltwirtschaft XY Milliarden Dollar pro Sekunde") seltener geworden. Dafür haben die Security-Hersteller nun das Thema "Spyware" entdeckt. Unter Spyware versteht man Software-Stücklein, die ungewollt auf einen PC geladen werden und dort heimlich Daten, wie z.B. Passwörter für E-Banking ausspionieren. Mit Spyware verwandt sind so genannte "Trojaner", Software-Stücke, die einem Angreifer eine Hintertüre für einen PC oder Server öffnen.
So berichtet der spanische Security-Hersteller Panda Software, auf 11 Prozent der im März mit Panda-Software ("ActiveScan") überprüften Rechner mit einem "Trojaner" infiziert gewesen. Wieviele und wessen Rechner überprüft worden sind, wird in der Pressemeldung leider nicht genannt.
Der US Hersteller Aladdin seinerseits lässt heute verbreiten, 70 Prozent der Virenprogrammierer hätten sich auf die Verbreitung von Spyware spezialisiert. Die Bedrohung im Internet habe dadurch "eine neue Dimension" erreicht, da Virenprogrammierer nun gezielt versuchten, Geld zu verdienen. Ludger Widmer von Aladdin Deutschland behauptet in einer Pressemitteilung, die Spyware-Programme würden in Verbindung mit der organisierten Kriminalität und illegalen Geldgeschäften genutzt.
Puuuh! Gott sei Dank hat Aladdin die Content-Security-Lösung namens "eSafe" mit "zusätzlichen Gateway-Schutz-Signaturen und integrierten Content-Security- und Anti-Virus-Lösung" entwickelt. (hc)

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