Security-Trends: Die (r)affinierten Honigtöpfe der EU

2. März 2006, 14:36
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Zwar keine Fleischtöpfe aber immerhin: Die EU ist daran, ein Netzwerk von Honeypots aufbauen, um neu auftauchende Gefahren im Internet frühzeitig zu erkennen.

Zwar keine Fleischtöpfe aber immerhin: Die EU ist daran, ein Netzwerk von Honeypots aufbauen, um neu auftauchende Gefahren im Internet frühzeitig zu erkennen.
In der IT-Szene und speziell im Bereich Security wimmelt es von Fachausdrücken, deren Bedeutung dem Laien (und manchmal auch dem Fachmann), auch wenn man sie immer wieder gehört hat, oft relativ unklar ist. Einer dieser Fachausdrücke ist der "Honeypot". Einfach gesagt ist der Honeypot (Mit Honig fängt man Fliegen) eine Art Falle im Internet – ein System im Internet, meist ein Server, dessen einziger Zweck es ist, Angreifer anzulocken. Einerseits hofft man, so die neusten Methoden von Hackern beobachten zu können, andererseits werden Honeypots oft auch benützt, um Spam, Viren, Würmer und andere Malware frühzeitig abfangen und untersuchen zu können.
Allen, die es genauer wissen wollen, sei dieser Artikel empfohlen. Tellenbach schildert darin nicht nur die technische Funktionsweise eines Honeypots, sondern auch ein interessantes Projekt der EU. Das NoAH-Projekt (Network of Affined Honeypots) ist seit dem letzten April im Gang und dauert noch bis März 2008. Ziel des Projektes ist es, in Europa ein weitreichendes Netzwerk von untereinander verbundenen Honeypots. Diese Infrastruktur soll dann ein breites Spektrum an Informationen an interessierte Partner liefern können. Die Zielgruppe dafür sind zum Beispiel Security Emergency Response Teams, nationale Cyber-Security-Institutionen, IT-Sicherheitsverantwortliche sowie Forscher im Bereich IT Sicherheit.
Um den europäischen Teils des Internets wirklich gut abdecken zu können, müssten die NoAH-Honeypots auch in Firmennetzen platziert werden. Ein Problem bei der Geschichte ist allerdings, wie Tellenbach deutlich macht, dass das Aufstellen von Honeypots selbst nicht ganz gefahrlos ist: Auch sie können eine potentielle Lücke in einem Firmennetzwerk öffnen. Eine der gegenwärtigen Hauptprioritäten des NoAH-Projektes sei es deshalbt gegenwärtig, die vorhandenen Ansätze zur Absicherung von Honeypots weiterzuentwickeln und in ein Gesamtsystem zu integrieren.
Wie jeden Monat bietet der Newsletter der Security-Zone auch diesen Monat einige weitere Beiträge zum thema Security. Zu Finden ist zum Beispiel ein Interview mit Marc Henauer, Leiter MELANI und KOBIK bei der Bundespolizei. (hjm)

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