"Server-Graben" spaltet Europa

29. November 2011, 09:59
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Wachstum im Osten, Schrumpfkurs im Westen.

Wachstum im Osten, Schrumpfkurs im Westen.
Laut den neusten Zahlen des Marktforschers Gartner konnte der weltweite Markt für Server im dritten Quartal sowohl nach Stückzahlen als auch nach Umsatz zulegen. Die Umsätze wuchsen im Jahresvergleich um 5,2 Prozent auf 12,97 Milliarden Dollar. Nach Stückzahlen resultierte ein Plus um 7,2 Prozent auf 2,37 Millionen Maschinen.
Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt weist in einer Mitteilung auf die unterschiedlichen Wachstumsraten in den Regionen hin. Und zwar wuchs der Servermarkt weltweit in sämtlichen Märkten - ausser in Westeuropa. In dieser Region sanken die Serverumsätze im Jahresvergleich um 4,9 Prozent. Diese Zahl reflektiert die aktuell schwierige wirtschaftliche Situation in westeuropäischen Ländern. In Osteuropa wuchsen die Umsätze hingegen um 27,4 Prozent - so stark wie sonst in keiner anderen Region.
HP und IBM an der Spitze
Bei den x86-Servern wuchsen die weltweiten Verkäufe nach Stückzahlen um 7,6 Prozent und nach Umsatz um 9,3 Prozent. Einen Rückgang um 6,8 Prozent in Stückzahlen musste der Unix-Server-Bereich (RISC/Itanium) hinnehmen, wobei allerdings gleichzeitig die Umsätze um 3,5 Prozent stiegen.
Alle Top-Five-Hersteller konnten im dritten Quartal den Umsatz steigern, ausser HP und Oracle. Während Oracles Umsatz mit Servern stagnierte, musste HP gar einen Rückgang um 3,6 Prozent hinnehmen. Die Rangliste nach Stückzahlen führt HP zwar mit einem Marktanteil von 29,2 Prozent immer noch an, allerdings hat HP im Vergleich zum Vorjahr rund 22'000 Rechner weniger verkauft und damit auch Marktanteile verloren. Danach folgen Dell (21,8%), IBM (12,1%), Fujitsu (3,3%) und Lenovo (2%). Nach Umsatz wird die Liste von IBM (29,7% Marktanteil) angeführt, gefolgt von HP (29,3%), Dell (14,7%), Oracle (5,9%) und Fujitsu (4,7%). Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen HP und IBM dauert also weiterhin an. (mim)

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