Server-Produkte und Xbox beflügeln Microsoft

27. Oktober 2006, 12:30
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Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Quartal. Auch Microsoft Schweiz ist mit den Ergebnissen zufrieden.

Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Quartal. Auch Microsoft Schweiz ist mit den Ergebnissen zufrieden.
Der US-Softwareriese Microsoft steigerte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007 Umsatz und operativen Gewinn um 11 Prozent. Der Umsatz wuchs von 9,74 auf 10,81 Milliarden Dollar, während sich der operative Gewinn für das abgelaufene Quartal auf 4,47 Milliarden Dollar beläuft, verglichen mit 4,05 Milliarden im Vorjahr. Der Reingewinn wuchs von 3,14 auf 3,48 Milliarden Dollar. CFO Chris Liddell sprach von einem "sehr guten Start in das neue Geschäftsjahr". Microsoft bewege sich im oberen Bereich der eigenen Erwartungen.
Server-Produkte und Xbox top
Zum guten Ergebnis beigetragen hat vor allem der Geschäftsbereich Server & Tools (Windows Server, SQL Server, …). Der Umsatz stieg hier um 17 Prozent von 2,13 auf 2,5 Milliarden Dollar, während der Gewinn von 608 auf 827 Millionen Dollar erhöht wurde. Die Verkäufe von SQL Server nahmen um 30 Prozent zu.
Zufrieden kann Microsoft aber auch mit der Entertainment and Devices Division sein. Der Verlust von 173 Millionen Dollar verkleinerte sich auf 96 Millionen. Der Umsatz kletterte um satte 70 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar nach 606 Millionen im ersten Quartal 2005. Dies ist vor allem auf die starke Nachfrage nach der Spielkonsole Xbox 360 und den Xbox-Zusatzprodukten zurückzuführen. Die Xbox 360 ist seit knapp einem Jahr auf dem Markt und Microsoft hat bis jetzt weltweit 6 Millionen Stück abgesetzt. Der Online-Game-Dienst Xbox Live hat im ersten Quartal die Grenze von vier Millionen Mitgliedern übertroffen. Die Konkurrenz schläft aber nicht: Im November wird die PlayStation 3 von Sony lanciert.
Google im Nacken
Weniger gut lief es für Microsoft in der sparte Online Services Business, die Teile der Live-Strategie umfasst. Hier sank der Umsatz von 564 auf 539 Millionen Dollar und es resultierte ein Verlust von 136 Millionen Dollar vergleichen mit dem Plus von 68 Millionen Dollar im ersten Quartal des Vorjahres. Ein klares Indiz dafür, dass Microsoft in diesem Bereich nach wie vor die Konkurrenz von Google spürt.
Die dritte Microsoft-Sparte, die Verlust schreibt, heisst "Corporate-Level Activity", und es scheint nicht ganz klar zu sein, was damit gemeint ist. Immerhin betrug hier das Minus 1,01 Milliarden Dollar, verglichen mit -1,27 im Q1 des Vorjahres.
Die Microsoft Business Division (Office-Produkte der Information-Worker Gruppe und Business-Software von MBS) blieb solide mit einem Umsatzwachstum von 3,28 auf 3,42 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 2,25 Milliarden (2,24 im Vorjahr). Im Client-Bereich wuchs der Umsatz von 3,16 auf 3,3 Milliarden Dollar und der Gewinn stieg von 2,57 auf 2,64 Milliarden Dollar. Anhand dieser Zahlen sieht man, welche Gewinnmarge Microsoft im traditionellen Kerngeschäft regelmässig erzielt.
Für das laufende zweite Quartal erwartet Microsoft einen Umsatz von 11,8 bis 12,4 Milliarden Dollar. Der anvisierte Jahresumsatz beträgt 50 bis 50,9 Milliarden Dollar. Im Juli rechnete Microsoft noch mit einem Umsatz zwischen 49,7 und 50,7 Milliarden.
Microsoft Schweiz zufrieden
Wie der Sprecher von Microsoft Schweiz, Holger Rungwerth, auf Anfrage sagt, ist man auch hierzulande mit den Ergebnissen des ersten Quartals zufrieden. Die lokalen Ziele seien – wenn auch nur leicht – übertroffen worden. Auch in der Schweiz wuchs Microsoft im Bereich Server & Tools sehr stark. Aber auch in den klassischen Segmenten wie Office und Windows verzeichnete Microsoft Schweiz gutes Wachstum. (Maurizio Minetti)

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