Server-Umsätze wachsen so schnell wie zuletzt 2003

25. August 2010, 05:02
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Kleinere und mittlere Serversysteme haben im zweiten Quartal 2010 wieder kräftig zugelegt, doch der Highendbereich schrumpft noch immer.

Kleinere und mittlere Serversysteme haben im zweiten Quartal 2010 wieder kräftig zugelegt, doch der Highendbereich schrumpft noch immer.
Im Quartal vom April bis Juni 2010 sind weltweit 10,9 Milliarden Dollar mit Server-Systemen erwirtschaftet worden. Laut jüngsten Zahlen der Marktanalysten von IDC entspricht das einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit habe die Branche das zweite Quartal in Folge ihre Umsätze verbessern können und gleichzeitig das stärkste Quartalsergebnis seit sieben Jahren vorgelegt. Nachdem im letzten Jahr der Markt geschrumpft war, zeichnet sich laut IDC nun eine deutliche Wende ab. Gegenüber dem zweiten Quartal 2009 seien 23,8 Prozent mehr Server ausgelieferten worden. Als Markttreiber hat IDC klar die x86-Server ausgemacht, die sowohl bei Umsatz als auch bei den Stückzahlen zugelegen konnten. Die Umsätze mit x86-Servern sind in diesem Quartal um 35,3 Prozent auf rund sieben Milliarden Dollar Marktanteil gewachsen, das sind 64 Prozent des gesamten Serverumsatzes.
Wachstum liefern vor allem die kleineren "Volume Systems", die gegenüber 2009 um 31,7 Prozent zulegen konnten. Erholt hat sich jetzt aber auch der Midrange-Sektor, der mit fast 16 Prozent erstmals seit Jahren wieder zulegen konnte. Bei den Highend-Geräten sieht es allerdings düster aus, sie mussten knapp 30 Prozent Umsatzeinbussen hinnehmen. Linux-Server erreichten einen Zuwachs um 30 Prozent, ihre Marktanteile wuchsen um knapp drei Prozent und sie halten inzwischen mit rund zwei Milliarden Dollar Umsatz fast 17 Prozent am Server-Gesamtumsatz. Der Anteil an Unix-Server schrumpfte aber um 7,3 Prozent.
Vom Boom der x86-Systemen hat HP laut IDC am meisten profitiert. HP hat in diesem Serversegment 40 Prozent Marktanteil, gefolgt von Dell mit 24 Prozent und IBM mit 17 Prozent. 80 Prozent dieser x86-Systeme sind dabei Blade-Server. Mit ihnen konnte gegenüber dem Vergleichsjahr satte 40 Prozent mehr Gewinn erwirtschaftet werden - obwohl die Anzahl verkaufter Blades nur um 14 Prozent zulegte. Während zuletzt also das segment der kleinen und Mittelklasse-Server von den Investitionen in den Unternehmen profitiert hätten, glaubt allerdings IDC, werde sich in der zweiten Jahreshälfte auch der Markt für Unix- und Highend-Server, sprich Mainframes, erholen.
Die Rangliste der Hersteller nach Umsätzen führt HP mit 33 Prozent Marktanteil und 26 Prozent Wachstum an. IBM, auf Platz zwei, verlor rund drei Prozent und hält noch knapp 30 Prozent der Marktanteile. Dell konnte seinen Serverumsatz um 37 Prozent steigern und liegt mit 15 Prozent Marktanteil nun wieder mit deutlich grösserem Abstand vor Oracle (Sun) mit rund neun Prozent Marktanteil. (vri)

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