Servermarkt EMEA: High-end im Sinkflug

6. Dezember 2010, 15:56
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Laut Zahlen des Marktforschers IDC erzielten die Hersteller in der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit Servern im dritten Quartal 2010 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar.

Laut Zahlen des Marktforschers IDC erzielten die Hersteller in der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit Servern im dritten Quartal 2010 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar. Das ist etwas weniger als im zweiten Quartal, aber das Erstarken der Servernachfrage hält verglichen mit dem letzten Jahr mit einem Wachstum von 6,4 Prozent weiter an. Von einstigen Höhen – der bisherige Quartalsumsatzrekord liegt bei 5,4 Milliarden Dollar im Q4 2007 – ist man aber noch weit entfernt.
Bei genauerem Hinsehen zeigen sich zudem sehr unterschiedliche Trends bei den verschiedenen Serverklassen. Der Umsatz mit x86-Servern stieg verglichen mit dem dritten Quartal des Vorjahrs um 26,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar während der Umsatz mit den preislich hauptsächlich im High-end-Bereich liegenden Servern mit nicht-x86-CPUs um 22,5 Prozent auf 0,94 Milliarden Dollar sank. IDC misst Serverumsätze seit 1996 und hat noch nie einen solchen tiefen Wert für nicht-x86-Server registriert.
Besonders stark, um 29,3 Prozent, fielen die Umsätze mit RISC-Servern (hauptsächlich IBM Power, Oracle Sparc). Aber auch CISC-Systeme (haupts. IBM system Z) und EPIC-Systeme (haupts. Intel-Itanium) wurden mit minus 15,6 respektive minus 15,4 Prozent in Mitleidenschaft gezogen. IDC erwartet allerdings, dass sich das nicht-x86-Segment im traditionell starken vierten Quartal wieder etwas robuster zeigen dürfte.
Die Trends bei den Serverarten sind auch beim recht unterschiedlichen Geschäftsverlauf der grössten Hersteller sichtbar. Der x86-Serverspezialist Dell konnte mit einem Plus von fast 30 Prozent am stärksten zulegen. Auch HP konnte seinen Umsatz um 14,9 Prozent steigern. Bei IBM konnten dagegen ebenfalls stark gestiegene Umsätze mit der x86-Linie die nachlassenden Power- und Mainframe-Verkäufe nicht ganz wettmachen, so dass insgesamt ein Minus von 2,6 Prozent resultierte. Und der Umsatz des vor allem auf Risc-Server spezialisierten Herstellers Oracle (Ex-Sun) ging um 20,8 Prozent zurück.
Nach absoluten Marktanteilen gesehen führte im dritten Quartal HP das Feld mit 43,7 Prozent an, gefolgt von IBM (28,0 Prozent), Dell (11,5 Prozent), Oracle (6,1 Prozent) und Fujitsu (5,8 Prozent). (hjm)

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