Servermarkt im Krisensturm

3. September 2009, 11:53
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Aktuelle Zahlen von Gartner zeigen: Alle Anbieter leiden unter massiven Umsatzrückgängen.

Aktuelle Zahlen von Gartner zeigen: Alle Anbieter leiden unter massiven Umsatzrückgängen.
Brrr! Man möchte nicht Anbieter oder Reseller oder auch nur ein einfacher, von Provisionen abhängiger Verkäufer von Servern sein in diesen Zeiten. Denn die jüngsten Zahlen des US-Marktforschers Gartner zum weltweiten und europäischen Servermarkt zeichnen ein düsteres Bild. Der Absatz ist im zweiten Quartal 2009 sowohl weltweit wie auch im EMEA-Raum (Europa, mittlerer Osten, Afrika) durchs Band zurückgegangen.
Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Umsätze mit x86-Servern weltweit um mehr als ein Viertel (-25,7 %), Unix-Server (mit RISC- oder Itanium-CPUs) sank sogar um fast ein Drittel! (- 31,4 %). Am besten verkauften sich noch x86-Blade-Server. Der Absatz mit diesen, oft für Konsolidierungs- und Virtualisierungs-Vorhaben eingesetzten Maschinen sank weltweit "nur" um 13,6 Prozent.
Alle der Top-5-Anbieter mussten beträchtliche Absatzeinbussen einstecken. IBM (- 27,1 %) bleibt mit einem Marktanteil von 32,5 Prozent der Marktführer, gefolgt von Hewlett-Packard, Dell, Sun und Fujitsu. Sämtliche "anderen Hersteller" haben zusammen nur noch einen Marktanteil von 11,2 Prozent.
Europäischer Servermarkt leidet besonders
Im EMEA-Raum sieht das Bild noch düsterer aus. Gemäss Gartner schrumpfte der Umsatz mit Servern verglichen mit dem Vorjahr hier um mehr als ein Drittel (- 36 %) und betrug noch drei Milliarden Dollar.
Noch schlimmer traf es den Unix-Markt, der um 38 Prozent schrumpfte. Sun holte sich trotz einem Umsatz-Minus von 40 Prozent den Platz als Nummer 1 im EMEA-Raum zurück.
In Europa ist Hewlett-Packard die Nummer 1 (siehe Grafik oben) mit einem Marktanteil von 32 Prozent im Servermarkt, gefolgt von den "üblichen Verdächtigen" IBM, Sun, Dell und Fujitsu.
Gartner-Analyst Errol Rasit glaubt, dass sich der Servermarkt im dritten Quartal "leicht erholen" wird, doch werden die Kunden 2009 noch sehr vorsichtig investieren. Erst 2010 werde man zum Wachstum zurückkehren, so Rasit. (Christoph Hugenschmidt)
(Illustration: (c) by Gartner)

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