Servermarkt wächst rasant, Preise steigen

31. Mai 2018, 10:52
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Der Umsatz im globalen Servermarkt ist laut dem Marktforscher IDC im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nicht weniger als 38,6 Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar gewachsen.

Der Umsatz im globalen Servermarkt ist laut dem Marktforscher IDC im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nicht weniger als 38,6 Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar gewachsen. Nach Stückzahlen gemessen stieg der Absatz um 20,7 Prozent auf 2,7 Millionen.
Laut IDC ist ein Zusammentreffen verschiedener Trends der Grund für das starke Volumenwachstum. Einerseits treiben die grossen Hyperscaler, also AWS, Microsoft, Google und Co., die laufend massenhaft Server für ihre Rechenzentren anschaffen, weiterhin den Markt an. Mittlerweile kaufen sie laut IDC rund einen Viertel aller Server weltweit.
Dazu komme aber noch, dass weltweit ein Erneuerungszyklus in Unternehmen im Gang sei, dass für Software-definierte Infrastrukturen vermehrt Server gebraucht werden und dass neue CPU-Modelle die Nachfrage schüren.
Gleichzeitig sei auch der durchschnittliche Verkaufspreis der einzelnen Server gestiegen. IDC begründet dies einerseits mit gestiegenen Komponentenpreisen und andererseits damit, dass viele Kunden ihre Server üppiger ausstatten lassen als früher.
Serverhersteller konnten von diesem Boom auf breiter Front profitieren. Das grösste Umsatzwachstum konnte laut IDC mit 57,1 Prozent die Gruppe der hauptsächlich in Asien angesiedelten Original Design Manufacturer (ODM) verzeichnen, welche die Hauptlieferanten für viele Cloudriesen sind. Unter den nach Umsatz gemessen fünf grössten Herstellern konnte Dell mit 50,6 Prozent das grösste Wachstum verzeichnen. Der bisherige Marktführer HPE erzielte dagegen "nur" 22,6 Prozent Umsatzwachstum. Da der Unterscheid der von IDC angegebenen Umsätze innerhalb der Fehlerspanne der Schätzung liegt, belegen die beiden Unternehmen nun laut IDC statistisch gesehen gemeinsam den ersten Platz der Rangliste. Den dritten Platz teilen sich statistisch gesehen mit Lenovo (plus 50 Prozent), IBM (plus 32,9 Prozent) und Cisco (plus 18,8 Prozent) sogar drei Unternehmen.
Aber auch die anderen, kleineren Serverhersteller konnten ihren zusammengezählten Umsatz um 30 Prozent steigern und halten damit weiterhin einen Marktanteil von etwas über 20 Prozent. (hjm)

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