Service-Vertragszwang für HP-ProLiant-Kunden

24. Dezember 2013, 11:15
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Wer Service Packs oder Updates der Firmware für ProLiant-Server von Hewlett-Packard herunterladen will, muss künftig einen gültigen Service-Vertrag vorweisen.

Wer Service Packs oder Updates der Firmware für ProLiant-Server von Hewlett-Packard herunterladen will, muss künftig einen gültigen Service-Vertrag vorweisen.
Der US-Computerriese Hewlett-Packard will unautorisierte Service-Anbieter ausschalten. Dies berichtete gestern exklusiv die britische Online-Zeitschrift 'The Channel'. Die Zeitschrift beruft sich auf ein vertrauliches internes E-Mail von Hewlett-Packard.
Gemäss dem Bericht wird HP in Zukunft Updates für Firmware oder ServicePacks für die Server-Linie ProLiant nur noch zum Download zur Verfügung stellen, wenn man eine Seriennummer mit gültiger Garantie oder einen gültigen Service-Vertrag vorweisen kann. HP ist nach Stückzahlen gerechnet mit Abstand der weltweit grösste Hersteller von Servern.
Mit der neuen Regelung will Hewlett-Packard offenbar alternative und günstigere Service-Anbieter ausschalten und Firmen zwingen, nach Ablauf der Garantiefrist Service-Verträge zu kaufen.
Kunden sollen ab Januar per E-Mail oder Brief informiert werden, schreibt 'The Channel'. Später soll dann ein "consistent customer experience for downloading ProLiant firmware an SPP based on product level entitlement" gebaut werden, wie die Webseite aus der HP-Mail zitiert. Der Hersteller begründete den drastischen Schritt, der die IT-Abteilungen weltweit viele Millionen Dollar kosten wird, damit, dass es viele Angebote von nicht autorisierten Service-Providern gäbe. Der Support dieser Anbieter entspreche nicht der Qualität von HP oder von autorisierten HP-Partnern.
Die zuständige Pressestelle von Hewlett-Packard in London hat auf Anfragen von inside-channels.ch bisher erst mit einer maschinengeschriebenen E-Mail geantwortet. (hc)

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