Sichere Supply Chain soll Zuschlagskriterium werden

22. September 2020, 14:25
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Bei Beschaffungen der Schweizer Bundesbetriebe soll neu die Verlässlichkeit von Lieferketten einfliessen, so der Ständerat einstimmig.

Der Ständerat will die Sicherheit und Verlässlichkeit von Lieferketten neu als Zuschlagskriterium für Beschaffungen durch öffentliche Unternehmen des Bundes aufnehmen.
In Zeiten unsicherer internationaler Verbindungen seien Sicherheit und Verlässlichkeit von Lieferketten eine zentrales Kriterium, begründete Benedikt Würth (CVP/SG) seine Motion. So könnten insbesondere kritische Auslandsabhängigkeiten abgemildert werden.
Die Motion sei kein Verstoss gegen internationale Verpflichtungen: Die Schweiz müsse in Verhandlungen den vorhandenen Spielraum ausschöpfen und die Sicherheit explizit berücksichtigen. Schliesslich sei das Submissionsvolumen von Bundesbetrieben wie Swisscom, SBB oder Skyguide milliardenschwer.
"Es liegt im eigenen Interesse der betroffenen Unternehmen, über sichere und verlässliche Lieferketten zu verfügen", so der Bundesrat, der das Thema im Rahmen seiner Eignergespräche mit den Bundesbetrieben ansprechen will. In der Corona-Krise sei die Bedeutung von sicheren Lieferketten sichtbar geworden, erklärte Finanzminister Ueli Maurer.
Der Ständerat hiess die Motion stillschweigend gut. Sie geht nun an den Nationalrat.

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