Siebel schwächelt

6. April 2005, 12:21
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Der US Hersteller von Software für das Management der Kundenbeziehungen und -Kontakte, Siebel, muss einen Rückschlag hinnehmen.

Der US Hersteller von Software für das Management der Kundenbeziehungen und -Kontakte, Siebel, muss einen Rückschlag hinnehmen. Siebels Lizenzverkäufe sind gemäss vorläufigen Zahlen im ersten Quartal auf etwa 75 Millionen Dollar (- 40%) im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Ausserdem dürfte ein Reinverlust anfallen, wie Siebel-Chef Michael Lawrie die Finanzgemeinde warnte. Insgesamt dürfte Siebel im Q1 etwa 300 Millionen Dollar umgesetzt haben.
Siebel, während des "New Economy"-Booms ein Börsenstar, steckt seit einigen Jahren in Schwierigkeiten. Der Versuch, sich mit der ASP-Version "CRM OnDemand" auch in mittelständischen Märkten zu etablieren, hat bis heute noch wenig Früchte getragen. Siebel-Produkte gelten immer noch als teuer, schwierig einzuführen und nur für Grossfirmen geeignet.
Zudem sieht sich die Siebel-Führung der Opposition aus Aktionärskreisen ausgesetzt. Das 'Wall Street Journal' berichtet heute, ein Grossaktionär verlange von Siebel, eigene Aktien zurückzukaufen und so die Übernahme durch einen Konkurrenten (SAP, Oracle, Microsoft) zu erleichtern. (hc)

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