Sieben Jahre Haft für Satyam-Gründer

10. April 2015, 10:56
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    Ein indisches Gericht hat B.

    Ein indisches Gericht hat B. Ramalinga Raju, Gründer und Ex-CEO von Satyam Computer Services, sowie neun weitere Angeklagte schuldig gesprochen. Die Angeklagten sind wegen Bilanzbetrug, Veruntreuung und Dokumentenfälschung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Raju und sein Bruder sind ausserdem mit einem Bussgeld von je 800'000 US-Dollar belegt worden, wie die 'New York Times' berichtet.
    2009 hat der Satyam-Chef zugegeben, die Bilanz des indischen IT-Giganten seit Jahren manipuliert zu haben. Das Drama hätte mit einer "marginalen Lücke" zwischen tatsächlichen und verbuchten Gewinnen begonnen. Danach sei es ihm nicht mehr gelungen, die Differenz auszugleichen und die Lücke sei immer weiter gewachsen, erklärte Raju damals. Der Schaden für die Aktionäre wird auf über zwei Milliarden Dollar geschätzt.
    Indische Regierung griff ein
    Nach Bekanntwerden des Betrugs griff die indische Regierung ein und verhinderte so den Zusammenbruch des Unternehmens. Gemäss Medienberichten waren zu diesem Zeitpunkt rund 50'000 Personen bei Satyam beschäftigt. Kurz darauf wurde Satyam von Tech Mahindra erworben. Noch im selben Jahr erklärte CP Gurnani im Exklusiv-Gespräch mit inside-it.ch, was Mahindra Satyam unternahm, um seine Kundenbeziehungen zu schützen. (kjo)

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