Siemens greift SBS unter die Arme

28. Februar 2005, 13:56
  • international
  • siemens
  • outsourcing
image

Siemens will seine gesamte IT an seine IT-Dienstleistungstochter Siemens Business Services (SBS) auslagern, berichtet die Agentur dpa-AFX.

Siemens will seine gesamte IT an seine IT-Dienstleistungstochter Siemens Business Services (SBS) auslagern, berichtet die Agentur dpa-AFX. Der Grundsatzentscheid sei gefallen, zitiert der Bericht einen Siemens-Sprecher. SBS solle die Siemens-IT im Verlauf von drei Jahren volllständig übernehmen. Für SBS soll das Auftragsvolumen pro Jahr im "dreistelligen" Millionenbereich liegen.
Für die rote Zahlen schreibende SBS, um die sich in letzter Zeit viele Gerüchte ranken – z. Bsp. Verkauf, Zerschlagung oder eine Fusion mit Fujitsu-Siemens – kommt der Auftrag der Konzernmutter natürlich äusserst gelegen. Allerdings wird er die Abhängigkeit wieder etwas erhöhen: SBS machte bereits im letzten Jahr 23 Prozent seines Jahresumsatzes von 4,7 Milliarden Euro mit Siemens.
Dass Siemens die eigene IT-Dienstleistungstochter mit diesem Outsourcing-Projekt betraut, ist wohl nur normal. Das eigentliche Horrorszenario wäre für SBS der umgekehrte Fall gewesen: Hätte Siemens einen Drittanbieter berücksichtigt, wäre die geschäftliche Zukunft von SBS wohl auch in den Augen vieler Kunden in Frage gezogen worden. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

USA lockert Sanktionen für IT-Firmen im Iran

Weil die iranische Regierung den Zugang zum Internet eingeschränkt hat, versuchen sowohl Behörden als auch Private den Informationsfluss aufrecht zu halten.

publiziert am 26.9.2022
image

Deutsche Telekom wird T-Systems nicht los

Die Verhandlungen zum Verkauf der IT-Dienstleistungssparte sind laut einem Medienbericht gescheitert.

publiziert am 22.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022
image

Nach Angriff warnt Revolut vor Phishing-Kampagne

Bei einem Cyberangriff auf das Fintech-Unternehmen sollen sich Hacker Zugang zu zehntausenden Kundendaten verschafft haben. Revolut bestätigt den Abfluss von Daten.

publiziert am 22.9.2022