Siemens Handy-Sparte geht an Benq

6. Juni 2005, 08:57
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Glaubhaftes Gerücht

Glaubhaftes Gerücht
Die oft gut informierte Wirtschaftszeitung 'Financial Times Deutschland' berichtet heute, dass der deutsche Elektrokonzern Siemens sein verlustreiches Handy-Business in ein Joint-Venture mit Benq einbringen werde. Siemens hat schon lange erklärt, man suche für das Handy-Geschäft einen Partner.
Gemäss dem Bericht gibt es heute in München eine ausserordentliche Sitzung des Siemens-Verwaltungsrats "zum Stand der Dinge in Sachen Siemens Mobile".
Mit der Gründung von Fujitsu Siemens hat der deutsche Riesenkonzern schon einmal eine schlecht laufende Sparte erfolgreich in eine unabhängiges Joint-Venture eingebracht.
Benq ist ein Spin-Off des taiwanischen Herstellers Acer. In Benq wurde das Peripherie-Geschäft aber vor allem auch die Auftragsfertigung für OEMs ausgegliedert. Benq versucht die Eigenmarke zu stärken, um dem Margendruck durch Konkurrenten aus Festlandchina zu entgehen. Von diesen Überlegungen her würde ein Joint-Venture mit Siemens gut passen.
Eine (sehr) offene Frage ist, was mit den 6000 Arbeitsplätzen von Siemens Mobile in Deutschland geschehen wird. (hc)

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