Siemens IT legt in der Schweiz zu

19. November 2008, 13:59
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Die Schweizer Niederlassung von Siemens IT Solutions and Services steigert den Umsatz und lässt sich von der Finanzkrise nicht das Geschäft vermiesen.

Die Schweizer Niederlassung von Siemens IT Solutions and Services steigert den Umsatz und lässt sich von der Finanzkrise nicht das Geschäft vermiesen.
Der IT-Arm von Siemens hat in der Schweiz ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Der Chef der hiesigen Niederlassung von Siemens IT Solutions and Services (SIS), Reto Gutmann (Foto), sagt zu inside-it.ch, dass der Jahresumsatz per Ende September im Vergleich zum Vorjahr leicht auf etwas über 150 Millionen Franken gestiegen ist.
SIS ist in der jetzigen Form seit dem 1. April 2007 in der Schweiz tätig und beschäftigt knapp 400 Personen. Der IT-Dienstleister ging aus der Zusammenlegung von verschiedenen IT-Bereichen von Siemens hervor und zählt heute zu den zehn grössten in der Schweiz tätigen IT-Outsourcern.
Öffentliche Hand als grösster Kunde
An einer Pressekonferenz in Zürich sagte Gutmann, SIS Schweiz spüre - zumindest vorerst - keine Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Dies hat vor allem damit zu tun, dass SIS in der Schweiz 63 Prozent des Umsatzes im Bereich öffentliche Verwaltungen erwirtschaftet - ein Sektor, der zwar oft politischen Interessen unterliegt, aber in Krisenzeiten nicht so schnell Investitionen zurückfährt.
Siemens selber macht 19 Prozent des Umsatzes von SIS Schweiz aus. 10 Prozent gehen auf das Konto der Fertigungsindustrie. Die restlichen 8 Prozent verteilen sich auf die Finanz- und Gesundheitsbranche sowie auf das Transportwesen. Im derzeit kriselnden Bankensektor ist SIS Schweiz erst seit 2007 tätig, deshalb trifft die Finanzkrise SIS Schweiz fast gar nicht. Bei der öffentlichen Hand floriert das Geschäft nach wie vor. SIS Schweiz entwickelt etwa den umstrittenen neuen RFID-Pass. (Maurizio Minetti)

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