Siemens IT Solutions and Services vor Stellenabbau

17. März 2010, 10:07
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Entschlackungskur vor dem Verkauf?

Entschlackungskur vor dem Verkauf?
In der IT-Sparte von Siemens, die auch in der Schweiz stark vertreten ist, könnte es zu einem grösseren Stellenabbau kommen. Das deutsche 'Handelsblatt' berichtet heute, dass Siemens-Konzernchef Peter Löscher die IT-Sparte SIS mit harten Einschnitten auf einen möglichen Verkauf vorbereitet. Die Zeitung hat aus Unternehmenskreisen erfahren, dass das Restrukturierungskonzept einen Stellenabbau "im vierstelligen Bereich" vorsieht. Allein in Deutschland sollen tausend Jobs gestrichen werden.
Den SIS-Arbeitnehmern werden die Pläne morgen auf einer ausserordentlichen Sitzung des Wirtschaftsausschusses vorgestellt."Wir können bestätigen, dass für Donnerstag eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses geplant ist, die sich mit der Neuausrichtung von Siemens IT Solutions and Services im Zuge der angekündigten rechtlichen Verselbstständigung der IT-Sparte beschäftigen wird", bestätigte ein Siemens-Sprecher gegenüber Nachrichtenagenturen.
Siemens IT Solutions and Services (SIS) hat eine turbulente Vergangenheit. Die Sparte entstand vor drei Jahren aus der Zusammenlegung von fünf unterschiedlichen Bereichen – per 1. Juli 2010 erneut ausgegliedert werden, um dann wohl verkauft zu werden.
Der Kostendruck im Markt für IT-Dienstleistungen zwingt westliche Anbieter vermehrt dazu, gewisse Leistungen von Niedriglohnländern aus anzubieten. Ein Beispiel dafür ist T-Systems: Der deutsche Outsourcer ging vor zwei Jahren eine Partnerschaft mit dem indisch-amerikanischen IT-Riesen Cognizant ein.
SIS beschäftigt in der Schweiz 400 Personen. Hierzulande scheint das Geschäft gut zu laufen, so sprach die hiesige Niederlassung im Dezember von einem "breit abgestützten höheren Auftragseingang". (mim)

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