Siemens-Kahlschlag: Triffts auch Schweizer Niederlassung?

30. Juni 2008, 09:35
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17'150 Jobs will Siemens weltweit streichen. Vor allem in der Verwaltung. Ob es auch in der Schweiz und in der IT-Sparte zu einem Stellenabbau kommen wird, ist noch nicht bekannt.

17'150 Jobs will Siemens weltweit streichen. Vor allem in der Verwaltung. Ob es auch in der Schweiz und in der IT-Sparte zu einem Stellenabbau kommen wird, ist noch nicht bekannt.
Am Wochenende wurde bekannt, dass der deutsche Industriekonzern Siemens weltweit 17'150 Stellen streichen will. Gemäss deutschen Medienberichten werden allein in Deutschland 6450 Jobs wegfallen. Ob es auch in der Schweiz einen Stellenabbau geben wird, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls nicht klar ist, ob die IT-Sparte Siemens IT Solutions and Services (SIS) Federn lassen wird.
Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretungen
Siemens-Sprecher Benno Estermann sagt gegenüber inside-it.ch: "Wir können hierzu noch keine Angaben machen. Die Konzernleitung in München ist derzeit noch in Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen." Erst wenn die Gespräche abgeschlossen seien, könne über das weitere Vorgehen in den einzelnen Geschäftsbereichen und Regionen entschieden werden, so Estermann. Gemäss heutigem Kenntnisstand wird man in einer Woche mehr wissen.
Bei Siemens arbeiten weltweit (in 190 Ländern) 400'000 Menschen. In der Schweiz gibt es bei Siemens inklusive Schwester- und Tochterunternehmen mehr als 7300 Arbeitsplätze. SIS Schweiz beschäftigt 400 Personen.
Jobstreichung vor allem in der Verwaltung
Der geplante Stellenabbau ist einer der grössten in der Siemens-Geschichte. Konzernchef Peter Löscher, der ziemlich genau vor einem Jahr das Ruder übernommen hatte, sagte, das Unternehmen leide unter viel zu hohen Verwaltungskosten. "Wir haben das Ziel ausgegeben, vor allem in der Verwaltung bis 2010 rund 1,2 Milliarden Euro zu sparen. Weltkonjunktur und Ölpreis schaffen zusätzlichen Handlungsdruck. Wir müssen das Unternehmen jetzt wetterfest machen", sagte Löscher dem Boulevardblatt 'Bild'. Laut 'Financial Times Deutschland' wird mit der Streichung von 12'500 Stellen der grösste Teil des Abbaus in der Verwaltung stattfinden. (Maurizio Minetti)

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