Siemens nimmt IT-Sparte wieder an die Brust

25. April 2007, 12:07
  • international
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"Siemens IT Solutions and Services" wird ab Juni wieder eine Sparte von Siemens. Ein Verkauf scheint damit definitiv vom Tisch.

"Siemens IT Solutions and Services" wird ab Juni wieder eine Sparte von Siemens. Ein Verkauf scheint damit definitiv vom Tisch.
Der skandalgeplagte Siemens-Konzern integriert per 1. Juni die per Anfang Jahr neu gegründete IT-Sparte "Siemens IT Solutions and Services" (SIS) in den Konzern. Dies berichtet heute das 'Manager-Magazin' unter Berufung auf einen Siemens-Sprecher. Der Vorgang ist nicht überraschend. Die IT-Sparte setzte sich aus fünf verschiedenen Geschäftsbereichen zusammen und erhielt daher Anfang Jahr die Rechtsform einer GmbH & Co. OHG. Nun wird SIS also wieder Teil des Konzerns, so wie früher auch Siemens Business Services (SBS) Teil des Konzerns war.
Im Oktober 2006 hatte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld die Neuausrichtung der IT-Sparte angekündigt.
Mit der Reintegration von SIS zeigt Siemens, dass ein Verkauf des IT-Bereichs ausgeschlossen wird. Dies war allerdings bereits bei der Gründung von SIS so kommuniziert worden. Über einen Verkauf der früheren IT-Sparte SBS war lange Zeit spekuliert worden von SIS ist der 46-jährige Christoph Kollatz.
In der Schweiz startete SIS offiziell am 1. April 2007. Die einzelnen SIS-Geschäftseinheiten in der Schweiz sind: IT Operations (ehemals SBS, wird geleitet von Ralph Brenner), IT Solutions (ehemals BIC Software-Entwicklung, wird geleitet von Reto Gutmann), Business Development (Andreas Lautenschlager). Der Bereich Hardware-Entwicklung von BIC wird als sogenannte "Non Group Activity" innerhalb von Siemens Schweiz weitergeführt. Gesamtleiter von SIS ist Reto Gutmann. (Maurizio Minetti)

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