Siemens Schweiz kommt robust durch die Krise

12. November 2020, 13:54
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Der Konzern spürt die Corona-Pandemie, sieht sich dennoch gut aufgestellt, um Kunden aus der Industrie, Infrastruktur und Mobilität zu transformieren.

Angesichts der Unwägbarkeiten und Belastungen durch die Corona-Pandemie und trotz des konjunkturellen Rückgangs in der Maschinenindustrie habe man ein gutes Resultat erzielt, schreibt Siemens. Bereinigt um den Verkauf der Tochterfirma Huba Control, blieben sowohl Umsatz als auch die Mitarbeiterzahl auf Vorjahresniveau.
Für die Schweiz weist das Unternehmen einen Umsatz von insgesamt 2,12 Milliarden Franken aus, was dem Vorjahreswert entspricht, wie es in der Mitteilung heisst. Der gesamte Siemens-Konzern mit Sitz in München wies im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von 57,1 Milliarden Euro aus. Der Gewinn nach Steuern belief sich auf 4,2 Milliarden Euro aus und lag 26% unter dem Vorjahreswert.
"Für Siemens hat am 1. Oktober nicht nur das neue Geschäftsjahr begonnen, sondern auch ein neues Kapitel in der 173-jährigen Geschichte", sagte Roland Busch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und künftiger CEO. Mit der Umsetzung der "Vision 2020+" habe man Siemens in ein fokussiertes Technologieunternehmen gewandelt. Ziel sei es gewesen, den einzelnen Geschäften mehr unternehmerische Eigenständigkeit zu geben. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern das Energiegeschäft abgespalten und im September an die Börse gebracht.
Die hiesige Siemens-Regionalgesellschaft hat ihren Sitz in Zürich-Albisrieden, in Zug ist der globale Hauptsitz des Bereichs "Smart Infrastructure". Insgesamt beschäftigt der Konzern den Angaben zufolge in der Schweiz an 20 Standorten knapp 5300 Mitarbeitende. Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen in der Schweiz eine starke Marktstellung in der Gebäudetechnik und Energieverteilung (Smart Infrastructure), Industrie-Software und der Antriebstechnik (Digital Industries/Industry Software).
Im Bereich Smart Infrastructure sei der Umsatz im vierten Quartal leicht zurückgegangen, wobei sich die Nachfrage aus China nun stabilisiert habe. Der Rückgang sei hauptsächlich auf niedrigere Volumina aus Grossaufträgen im Lösungs- und Services-Geschäft zurückzuführen.
In der Einheit Digital Industries habe man erneut ein zweistelliges Auftragswachstum im Softwaregeschäft erzielen können. Im Bereich Automatisierung aber sei die Nachfrage zurückgegangen, insbesondere in der Automobilbranche und dem Maschinenbau.
Dies habe bei den Digital Industries insgesamt zu einem Umsatzrückgang geführt. Was man aber teilweise durch Kostenrückgänge infolge der Covid-19-Restriktionen habe ausgleichen können.
Siemens Mobility sei "hervorragend positioniert", um die reale und digitale Welt zu kombinieren, so die Mitteilung weiter. Der Bereich decke die gesamte Wertschöpfungskette ab und trumpfe vor allem mit der Siemens-IoT-Plattform. Der Umsatz im letzten Quartal sei stabil geblieben.
Weiter heisst es, dass im Zuge der Weiterentwicklung von Mobility die Einheit Intelligent Traffic Systems (ITS) bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert werde. In der Folge könne die Einheit ihre Wachstumsstrategie selbst weiterverfolgen, die Digitalisierung in der Branche gestalten und die Marktkonsolidierung vorantreiben. 

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