Siemens will die IT-Sparte loswerden

3. Dezember 2009, 10:16
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Siemens-Chef Peter Löscher spricht von Ausgliederung. Börsengang ist eine Option.

Siemens-Chef Peter Löscher spricht von Ausgliederung. Börsengang ist eine Option.
Der deutsche Mischkonzern Siemens hat heute Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres veröffentlicht. Die beiden Telekom- und IT-Sparten kommen dabei nicht gut weg. Hohe Abschreibungen auf das defizitäre Joint Venture Nokia Siemens Networks (NSN) rissen Siemens im Schlussquartal (Juli bis September) in die roten Zahlen. Siemens wertete seine Hälfte an NSN um 1,6 Milliarden Euro ab.
Der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher kündigte heute zudem an, Siemens IT Solutions and Services (SIS) aufgrund des anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdrucks per 1. Juli 2010 ausgliedern zu wollen. Die Rede ist von "rechtlicher Verselbständigung". Wie genau die Zukunft von SIS aussehen wird, ist derzeit aber noch offen. Ein Börsengang wäre jedenfalls eine Option, hiess es heute an der Pressekonferenz in München. Morgen Freitag wird der Konzern über die Zukunft der IT-Sparte beraten.
Bei SIS sind weltweit ungefähr 40'000 Mitarbeitende beschäftigt. SIS entstand erst vor zweieinhalb Jahren aus der Integration. Hierzulande setzt die IT-Sparte mit etwa 400 Angestellten zirka 150 Millionen Franken um. Aktuelle Zahlen von SIS Schweiz zum vergangenen Geschäftsjahr sollen erst nächste Woche veröffentlicht werden. (mim)

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