SIK fordert mehr behördliches Social-Media-Engagement

23. Mai 2011, 10:16
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Bund, Kantone und Gemeinden haben grossen Nachholbedarf beim Einsatz sozialer Medien.

Bund, Kantone und Gemeinden haben grossen Nachholbedarf beim Einsatz sozialer Medien. Die öffentliche Hand müsse deshalb beginnen, Facebook, Twitter und Co. in der Kommunikation einzusetzen und sich damit an den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft orientieren, so das Fazit der Frühlingstagung der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK, die Ende letzter Woche in Luzern stattgefunden hat.
Viele Bürger würden auch auf dem elektronischen Weg einen direkten und einfachen Umgang mit den öffentlichen Verwaltungen erwarten. Während Facebook oder Twitter im privaten Raum und in der Wirtschaft weit verbreitet sind, besteht nach Auffassung der SIK noch erheblicher Nachholbedarf bei den öffentlichen Verwaltungen. Die Umsetzung von kundenorientierten E-Government-Dienstleistungen gehe aber weit über die Möglichkeiten von Social Media hinaus.
Um die neuen Kommunikationskanäle erfolgreich einzuführen, müssten nun auch die Verwaltungen besser untereinander vernetzt werden. Dazu seien vor allem inner- und zwischenbehördliche Strukturen anzupassen. Themen wie Informations- und Wissensmanagement, Geschäftsprozesse oder vernetzte Verwaltung stünden dabei im Vordergrund, heisst es in einer Mitteilung. Städte und Kantone wie Zürich oder St. Gallen hätten bereits Vorarbeit geleistet. (bt)

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