SIM-Lock: Kaum weg, schon wieder da?

4. Oktober 2013, 12:24
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Derzeit wird auf diversen Bloggs die merkwürdig künstlich begrenzte Nutzung lokaler SIM-Karten auf neuen Smartphones von Samsung diskutiert.

Derzeit wird auf diversen Bloggs die merkwürdig künstlich begrenzte Nutzung lokaler SIM-Karten auf neuen Smartphones von Samsung diskutiert. Bekannt wurde sie durch ein englisches Etikett auf der Verpackung eines Galaxy S3. Betroffen sein sollen ausserdem das Galaxy S4, Galaxy Note 2 und 3 und das Galaxy S4 mini. Über das sogenannte Regio-Lock können die genannten Geräte zwar überall Roaming nutzen, jedoch nicht die viel billigeren lokalen SIM-Karten. So funktioniert dann ein in der EU gekauftes Geräte nur mit SIM-Karten von Netzbetreibern dieser Region. Aber nicht mehr auf der geschäftlichen - oder Ferienreise, wenn man eine lokale SIM-Karte nutzen will.
Diese Behauptung sei nicht korrekt, teilte Samsung Schweiz auf Facebook Ende September mit. Zwar müsse man beim Kauf des Galaxy Note 3 mit einer Schweizer SIM-Karte die Erstaktivierung vornehmen, doch danach können man auch SIM-Karten von weiteren Betreibern aus Europa und ausserhalb Europas benutzen.
Die Antwort scheint voreilig gewesen zu sein. Denn nun berichtet 'Heise', dass das Regio-Lock sehr wohl besteht und sogar via Firmware-Update bereits gekaufte S3 nachträglich auf diese Weise einschränkt werden. Gleiches blühe auch den anderen, oben genannten Geräte-Typen. Betroffen von dieser Einschränkung sind laut dem deutschen Newsportal bisher folgende Länder: Ägypten, Algerien, Australien, Bangladesch, Bolivien, Brasilien, China, Costa Rica, Dominikanische Republik, El Salvador, Equador, Ghana, Guatemala, Honduras, Indien, Indonesien, Iran, Israel, Jamaika, Jordanien, Kasachstan, Kenia, Malaysia, Marokko, Nicaragua, Nigera, Panama, Paraguay, Philippinen, Russland, Singapur, Trinidad & Tobago, Ukraine, Uruguay, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam.
Vermutet wird, dass eine derartige Begrenzung auf Wunsch der Mobilfunk-Provider eingebaut wurde, damit diesen die Roaming-Gebühren nicht entgehen. Andere spekulieren, Samsung wolle auf diese Weise den Verkauf von billigen Zweitgeräte mit ausländischen SIM-Karte pushen. (vri)

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