Simap kündigt nächste Schritte zur Erneuerung an

22. Februar 2021, 15:25
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Für die Realisierung des 2. Relaunch-Projektes der Beschaffungsplattform Simap ist nun die Ausschreibung angekündigt worden.

Nach dem Flopp des für 2019 anvisierten Relaunchs der Beschaffungsplattform Simap, will der zuständige Verein nun offensichtlich alles richtig machen. So wurden jetzt die nächsten Schritte für die Realisierung der neuen Plattform sowie deren Betrieb angekündigt. Die "Ausschreibung (möglicherweise 2 Ausschreibungen für Los 1 und Los 2) mit sämtlichen Unterlagen" ist für Mitte April 2021 geplant, heisst es in der Vorankündigung.
Demnach ist vorgesehen, dass die Software für das Beschaffungswesen bis Ende 2022 installiert sein soll (Los 1) und ab Anfang 2023 in Betrieb gehen soll (Los 2). Wer dafür das Hosting und damit die Software-Wartung und -Reparatur übernimmt, hat einen rundum die Uhr Betrieb sicherzustellen.

7 Jahre zur Plattform-Relaunch

Die erste Ausschreibung zur Simap-Erneuerung wurde Ende 2016 publiziert. Der Zuschlag für das Projekt "Simap2019" ging im Mai 2017 an die griechische Firma European Dynamics (ED). Ende Februar 2019 kam es dann zum Abbruch des Projekts, was aber erst Ende 2019 kommuniziert wurde. Damals hiess es, die Grenze der verfügbaren Ressourcen sei erreicht, es seien zu viele grundlegende Änderungen im Rahmen der Testphase notwendig geworden. Schliesslich mussten knapp 600'000 Franken an ED gezahlt werden und es blieb eine "testfähige Basislösung", wie es damals hiess.
Nun soll alles besser werden. Bereits im Januar 2021 gewann die AWK Group die Ausschreibung für Projektleitungsressourcen für das nun unter dem Namen KISSimap laufende Erneuerungsprojekt. Dieser Auftrag läuft über 6 Jahre bis Ende 2026 und umfasst knapp 1,7 Millionen Franken. Zuvor hatten die Berater im Rahmen des 2. Anlaufs zur Erneuerung der Beschaffungsplattform bereits eine Studie zum Stand, der Planung und den Zielen des Projekts mit Budgetplan über insgesamt 6,9 Millionen Franken vorgelegt.
Die neue Beschaffungsplattform soll Anfang 2023 in den Betrieb geben. Für den Umstieg gibt es ein bisschen Luft. Denn der Vertrag mit dem bisherigen Applikationsentwickler KPS Solutions endet erst am 31.12.2023.
Studie, Vergabe der Projektleitung und nun die Ankündigung, dass im April die Ausschreibung der Umsetzung und des Betriebs erfolgt. So wie es aussieht, will sich diesmal der Verein simap.ch, in dessen Vorstand neben dem Seco und mehreren Kantonsvertretern auch das BBL, beziehungsweise die Beschaffungskonferenz des Bundes (BKB) vertreten ist, keine Blösse mehr geben. Vorgesorgt ist jedenfalls auch beim Umstieg auf die neue Plattform. Sie ist zwar für Anfang 2023 geplant, kann aber ruhig angegangen werden.

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