Sind Microsofts Cloud-PC-Preise "schockierend"?

3. August 2021, 12:38
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Die virtuellen PCs in der Cloud sind nun erhältlich. Microsoft hat die Preise bekannt gegeben.

Microsoft hat bekannt gegeben, dass sein Mitte Juli angekündigtes neues Cloud-Produkt "Cloud PC" nun generell erhältlich ist. Gleichzeitig hat der Softwareriese auch alle Preise enthüllt. Diese reichen, je nach Ausstattung der virtuellen PCs von 20 Dollar bis 162 Dollar pro User und Monat. Das Angebot ist für Unternehmenskunden vorgesehen, nicht für Privatanwender.
Der Preis ist abhängig von der Menge an virtuellen CPU-Kernen, RAM und Massenspeicher, den Unternehmen für ihre Angestellten mieten. Für 20 Dollar erhält man einen Kern, 2GB RAM und 64GB Speicherplatz. Die Maximalausstattung sind 8 Kerne, 32GB RAM und 512GB Storage. Es gibt zwei Editionen: Business und Enterprise. Business ist auf maximal 300 User pro Unternehmen beschränkt, das Pricing der beiden Editionen unterscheidet sich aber kaum. Etwas kompliziert wird die Preisberechnung dadurch, dass User, die bereits existierende Lizenzen haben, einen Rabatt von 4 Dollar pro Monat erhalten.
Ein Cloud PC ist nicht einfach ein Windows aus der Cloud, sondern ein kompletter virtueller PC. Ähnlich also wie beispielsweise bei einer virtuellen Desktop-Infrastruktur können Unternehmen alle Apps, die auch auf Windows 10 oder 11 laufen, darauf installieren. So können sie ihren Mitarbeitenden einen zentral verwalteten Arbeitsplatz in der Cloud zur Verfügung stellen, auf den die Angestellten von jedem Endgerät aus zugreifen können.

"Yes, these Windows 365 prices are rather shocking"

Die bekannte Microsoft-Expertin Mary Jo Foley, die keineswegs grundsätzlich Microsoft-kritisch eingestellt ist, sagt zu diesem Pricing, dass Unternehmen, die bisher Azure Virtual Desktop verwendet haben, mit einem Wechsel zu Cloud PC etwas Geld sparen könnten. Dies ist auch ein Argument von Microsoft selbst.
Insgesamt aber sagt Foley zu den Preisen: "Trotzdem, ja, diese Windows-365-Preise sind ziemlich schockierend." Dies auch in Übereinstimmung mit Reaktionen von Anwendern im Internet, welche die Preise mit den Kosten für die Anschaffung eines realen PCs vergleichen und sich über das Pricing von Microsoft lustig machen.
Immerhin, so schränkt sie ein, dürften Unternehmen, die sehr viele Cloud PCs mieten auch mit substantiellen Preisnachlässen rechnen dürfen.

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