Skybow akquisitionsfreudig - aber auch Verkauf möglich

24. Oktober 2006, 15:27
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    Erstaunliche Erfolgsstory eines Systemintegrators

    Erstaunliche Erfolgsstory eines Systemintegrators
    Vor fünf Jahren gründete der ehemalige Microsoft-Schweiz-Chef Peter Blum zusammen mit Jürg Schäffeler und anderen ehemaligen Microsoft-Kadern die Beratungsfirma. Heute zählte das Unternehmen bereits über 50 Mitarbeitende, bildet einen Informatik-Lehrling aus und weist eine beeindruckende Kundenliste aus.
    Nach eigenen Angaben schrieb Skybow in jedem der fünf Jahre schwarze Zahlen. Und dies obwohl Blum die Firma mitten in der Dot-Com-Krise gründete und damals fast alle Systemintegratoren und Applikationsentwickler massiv Stellen abbauten, eingingen oder zumindest in die roten Zahlen rutschen.
    Peter Blum auf unsere Frage, was er denn anders gemacht habe als die Konkurrenz, sagt Blum: "Ich bin es gewöhnt, das Geschäft konservativ anzugehen, was die Kosten angeht. Wir waren zu Beginn - und sind es heute noch - sehr zurückhaltend mit Investitionen. Dafür gaben wir im Verkauf von Anfang an Schub. Wir haben nie goldene Wasserhahnen angeschafft und werden dies auch nie tun."
    Skybow habe von Beginn weg, so Blum, im Microsoft-Umfeld ein tiefes Know-how und damit einen Vorsprung vor vielen Mitbewerbern. "Ausserdem reissen wir nicht jeden Auftrag rein. Wenn wir etwas nicht machen können, so sagen wir das dem Kunden oder nehmen einen Partner mit ins Projekt. Mit dieser Haltung haben wir beim Kunden einen Vorteil gegenüber manchen anderen Dienstleistern," fährt Blum fort.
    Skybow bietet Dienstleistungen im Umfeld der Microsoft-Technologie, von der Applikationsentwicklung, der Integration von Microsoft CRM und Navision bis zum Betrieb von IT-Infrastrukturen. Zu den Kunden gehören Grossfirmen wie Credit Suisse Financial Services, wo Skybow die Verzeichnissychronisation für den Mail-Backbone baute aber auch eine mittelgrosse Firma wie Lindt&Sprüngli, für die man eine Einkäuferplattform entwickelte.
    Kaufen und / oder gekauft werden
    Blum will in absehbarer Zeit auf eine Grösse von 70 bis 100 Mitarbeitenden wachsen. Dies sei ohne Übernahmen kaum möglich, denn er finde auf dem Arbeitsmarkt kaum die Leute mit den nötigen Kompetenzen, sagt Blum. "Wir wollen nicht nur organisch wachsen. Das heisst aber nicht, dass wir uns nun jede Firma reinziehen."
    Doch auch ein Verkauf von Skybow - wohl an einen grossen, multinationalen Consultant - steht nicht ausser Betracht. Blum: "Es gab und gibt immer wieder grosse, interessante Firmen, die an uns "herumchnüsperlen" (für Hochdeutsch-Sprechende: etwa "um uns scharwenzeln"). Es ist kein Geheimnis, dass ich mit zwei Firmen zur Zeit im Gespräch bin." Doch er empfehle kauflustigen Interessenten eigentlich immer zu warten, bis Skybow eine "vernünftige" Grösse erreicht habe.
    Kein Near- oder Offshoring
    Auf die Frage, ob Skybow Partnerschaften mit Entwicklern in Osteuropa oder Asien unterhält, antwortet Blum kurz und bündig: "Das brauche ich nicht." Die Gefahr, dass es zu Problemen bei der Termintreue oder Qualität in einem Projekt komme, sobald man Partner in Asien oder Osteuropa mit einbezieht, sei ihm zu gross. (Christoph Hugenschmidt)

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