Skype wird billiger – und komplizierter

18. Januar 2007, 17:28
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Auf den Spuren der arrivierten Telcos pflanzt Skype weitere Bäume in den Tarif-Dschungel.

Auf den Spuren der arrivierten Telcos pflanzt Skype weitere Bäume in den Tarif-Dschungel.
Skype bietet seinen "SkypeOut"-Service, mit dem Skype-Nutzer auch nicht-Skype-Nutzer anrufen können, in einem neuen Tarifmodell an. Das neue Modell dürfte SkypeOut für die User billiger machen, welche SkypeOut einigermassen intensiv nutzen – aber Skype schliesst sich damit leider auch dem Vorbild vieler anderer Telcos an, deren komplizierte Tarifvarianten einen Vergleich für den normalen User immer aufwendiger machen.
Skype hat die Einführung eines Abonnements namens "SkypePro" angekündigt, das zwei Euro im Monat kosten wird. Dieses soll "sehr bald" eingeführt werden – wann genau, gab Skype allerdings noch nicht bekannt. SkypePro-Abonnenten sollen für Anrufe aufs Festnetz innerhalb ihres Landes keine Minutentarife mehr zahlen müssen. Darüber, was Anrufe aufs Mobilnetz kosten sollen, findet man noch keine Informationen.
Zusätzlich erhalten SkypePro-Abonnenten einige Geschenke wie Gratis-Klingeltöne und Avatare sowie Rabatte für über den Skype-Shop bestellte Hardware.
Neue "Connection Fee" - für alle
In Zukunft werden aber auch SkypePro-Abonnenten, wie ab sofort auch alle anderen User, eine neue "Connection Fee" von 3,9 Euro-Cents beziehungsweise 5,9 Rappen für Schweizer für jeden Skype-Out-Anruf – also auch für ihre "Gratisanrufe" aufs inländische Festnetz – bezahlen müssen.
Gleichzeitig verbilligt Skype gemäss der Ankündigung die Minutentarife für Anrufe in "zahlreiche" Länder. In einer ersten Phase ab heute kosten Anrufe nach Tschechien (einschließlich Prag), Guam, Ungarn (einschl. Budapest), Israel (einschl. Jerusalem), Luxemburg, Malaysia (einschl. Kuala Lumpur), Puerto Rico sowie Alaska und Hawaii nur noch 0,017 Euro pro Minute. (hjm)

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