Slack und Amazon rücken näher zusammen

5. Juni 2020, 12:49
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Die Partnerschaft umfasst auch technische Zusammenarbeit. Sie könnte den Kollaboration-Spezialisten pushen, der mit seinen jüngsten Zahlen enttäuschte.


Amazon und Slack haben ihre Partnerschaft vertieft. Alle Amazon-Mitarbeiter erhalten Zugang zum Kollaborations-Tool. Dafür setzt Slack auf die AWS-Cloud als "bevorzugten Anbieter". Dies geht aus einem Blog-Beitrag des Kollaborations-Spezialisten hervor. 
Zudem werden AWS-Dienste in die Plattform von Slack integriert. Kürzlich wurde bereits der Chatbot von AWS eingebunden. Künftig sollen aber weit mehr Dienste des Public-Cloud-Leaders integriert werden und Entwicklern die Möglichkeit geben, ihre Cloud-basierten Dienste in Slack zu verwalten, heisst es von Slack.
"Gemeinsam geben AWS und Slack Entwicklerteams die Möglichkeit, am Front-End mit Anwendungen schneller zusammenzuarbeiten und Innovationen zu entwickeln, während sie gleichzeitig ihre Back-End-Cloud-Infrastruktur effizient verwalten können", wird AWS-CEO Andy Jassy im Blogbeitrag zitiert.
Die Nachricht kommt zum richtigen Zeitpunkt. Slack steigerte seinen Umsatz im Ende April abgeschlossenen Quartal im Jahresvergleich zwar um 50% auf 201,7 Millionen Dollar. Allerdings wuchs die Firma auch schon vorher mit ähnlichem Tempo und blieb weit hinter den Gewinnern der Corona-Krise wie Zoom zurück. Zudem fuhr Slack Verluste von 74,4 Millionen Dollar ein, mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr.
Entsprechend fiel die Aktie im nachbörslichen Handel nach der Vorlage der Zahlen zeitweise um 16%. Die rund 840'000 Mitarbeiter, die Amazon Ende April 2020 zählte, dürften nun für zusätzliches Wachstum sorgen. 

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