Smart Luzern: Neue Plattform soll Partizipation befördern

12. März 2021, 10:11
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Auf Dialogluzern will die Stadt ein Abbild des Stadtlebens schaffen und die Vernetzung der Einwohner vorantreiben.

Die Stadt Luzern bietet seit Freitag die Plattform "Dialogluzern" an, auf der Luzerner und Luzernerinnen Veranstaltungen verfolgen und an Projekten teilnehmen können. Die Stadt erhofft sich einen Dialog der Einwohner, der zu engerer Vernetzung und einem bunteren Stadtleben führe, heisst es in einer Mitteilung.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Vereine und Organisationen der Zivilgesellschaften. Weiter sollen Bildungsinstitutionen, Einrichtungen aus Kunst- und Kultur, Luzerner Kirchen, Bibliotheken der Stadt und die Stadtverwaltung über die Plattform werben und kommunizieren können. Dank Ideenwettbewerben, Inputs zur Stadt, Befragungen, Nachbarschaftshilfen, Vereinsthemen soll ein digitales Abbild des Stadtlebens und der angrenzenden Gemeinden entstehen.
Als Vorbild nimmt sich Luzern Städte wie New York, Nancy, Kakogawa und Helsinki, die bereits ähnliche Plattformen eingeführt haben. Und vor allem Barcelona: Dort nahmen 2016 die Plattform und freie Open Source Software Decidim ihren Anfang, auf der auch Dialogluzern aufbaut.
"Decidim hilft Bürgern, Organisationen und öffentlichen Institutionen sich in jeder Grössenordnung demokratisch zu organisieren", heisst es auf der Projektwebsite. Auf der Plattform würde die Partizipation auch dokumentiert und transparent gemacht. Aktuell würden über 100 Städte in 20 Ländern die Lösung einsetzen. Das Geld, das Luzern bei den Lizenzkosten spart, will die Stadt in die Weiterentwicklung stecken.
Barcelona habe sehr gute Erfahrungen mit Decidim gesammelt, schreibt Luzern. 8500 der 10'000 darauf vorgeschlagenen Initiativen seien angenommen und bisher auch zu 90% umgesetzt worden. 

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