"Smart Switzerland": Neuauflage der Digitalen Agenda

4. Juni 2013, 14:14
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Die Schweiz soll "eine der besten digitalen Volkswirtschaften der Welt" werden, fordern Economiesuisse und ICTswitzerland.

Die Schweiz soll "eine der besten digitalen Volkswirtschaften der Welt" werden, fordern Economiesuisse und ICTswitzerland.
Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse und der Dachverband der Schweizer ICT-Verbände ICTswitzerland haben ihre 2011 lancierte Digitale Agenda 2020 mit aktualisierten Zielsetzungen und insgesamt neun Kernforderungen. Ziel sei es, "die Schweiz unter die besten digitalen Volkswirtschaften der Welt zu führen", wie es in einer Mitteilung heisst. Neu sprechen die Verbände von einer "Vision", die sich "Smart Switzerland" nennt.
E-Gov, Mobile, Energie, Gesundheitswesen...
Wiederholt verlangen Economiesuisse und ICTswitzerland passende politische Rahmenbedingungen, damit dieser Plan gelingt. Erwähnt werden etwa die Vergabe einer hoheitlichen digitalen Identität an alle Bürger oder Anreize im Energie- und Mobilitätsbereich (E-Tickets, Smart Grids). Aber auch in anderen Bereichen wie E-Government, E-Health oder E-Commerce könnten mit fortschrittlichen ICT-Mitteln viele Verbesserungen erzielt werden, glauben die Initianten. Finanzielle Anreize könne es zum Beispiel im Gesundheitswesen geben mit einer Prämienreduktion auf die Grundversicherung der Patienten, die ein elektronisches Patientendossier einsetzen.
An Bund und Kantone richtet sich schliesslich die Forderung, "endlich eine klare Beschaffungsstrategie bei ICT-Projekten" zu entwickeln. Im Bildungsbereich fordert die Digitale Agenda, dass Informatik im Gymnasium zum Grundlagenfach werden muss und auch in der Volksschule einen höheren Stellenwert erhält.
Gemessen an der Wertschöpfung ist die ICT-Branche die fünftgrösste der Schweiz: Sie hat 2009 eine Wertschöpfung von 26,7 Milliarden Franken erarbeitet und trägt 5,1 Prozent zur Schweizer Wertschöpfung bei. (mim)

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