Smartphones: Apple, RIM und HTC teilen sich den halben Weltmarkt

29. Dezember 2010, 13:04
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Anteil der Smartphones im Mobilfunktmarkt steigt weiter rasant.

Anteil der Smartphones im Mobilfunktmarkt steigt weiter rasant.
Apple, RIM (Research in Motion) und HTC werden im ersten Quartal 2011 über die Hälfte der weltweit erwarteten 80 bis 85 Millionen Smartphone-Verkäufe bestreiten. Das geht aus Schätzungen von Taiwans Geräte- und Komponentenlieferanten hervor. Demnach wird Apple in dem Quartal voraussichtlich 19 bis 20 Millionen iPhones absetzen, RIM soll mit dem BlackBerry auf 14 bis 15 Millionen Stück kommen, die VIA-Schwester High Tech Computer mit der Eigenmarke HTC auf 8 bis 9 Millionen Smartphones. Mit 15 bis 16 Millionen gegenüber 14 bis 15 Millionen Geräten hat Apple im vierten Quartal 2010 laut Schätzung von Taiwans Industrie RIM schon von Platz 2 verdrängt. Mit einem Marktanteil von 20 bis 25 Prozent soll der iPhone-Anbieter hinter Nokia den zweiten Rang im ersten Quartal 2011 auch verteidigen, gefolgt von Samsung und HTC, die jeweils 10 Prozent des Weltmarktes bestreiten.
Taiwans Newsservice 'Digitimes' zufolge gibt es aber auch Zweifel an den prognostizierten Marktanteilen, denn addiert man die 30 Prozent von Nokia, die 17 bis 18 Prozent von RIM und die jeweiligen 10 Prozent der beiden anderen Anbieter, würden sie zusammen schon etwa 90 Prozent des Smartphone-Weltmarktes für sich beanspruchen. Dabei gibt es noch optimistischere Schätzungen, wonach Apple im ersten Quartal 2011 global bis zu 21 Millionen iPhones absetzen will. Und natürlich haben auch noch andere Hersteller grosse Pläne mit Smartphones. Gas geben wollen unter anderem die koreanischen Riesen. Samsung will nach dem Erfolg des Android-Smartphone „Galaxy S“ weitere Geräte mit Super-AMOLED-Display herausbringen und in der zweiten Jahreshälfte auch Modelle mit Windows Phone 7, um gegen Motorola und HTC im High-End-Segment zu grasen. LG Electronics will 2011 laut Information von Industriekreisen aus Taiwan 30 neue Android- und WP7-basierende Smartphone-Modelle zu Preisen zwischen 150 und 400 Dollar auf den Markt werfen, um gegen chinesische Anbieter wie Huawei Device und ZTE zu konkurrieren.
2010 wurden global zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Handys verkauft, 270 bis 280 Millionen davon Smartphones, was einem Anteil von 19 bis 20 Prozent entspricht. 2011 soll der Smartphone-Anteil mit 400 bis 420 Millionen von insgesamt 1,45 bis 1,55 Milliarden Mobilfunkgeräten auf 25 bis 27 Prozent steigen. (Klaus Hauptfleisch)

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