Smartphones - die Chinesen kommen

23. Mai 2017, 15:03
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Gelegentlich kommt man dem Tempo der Analysten kaum nach.

Gelegentlich kommt man dem Tempo der Analysten kaum nach. Was gestern galt, ist heute Makulatur. Apple rangiert nämlich nun nicht mehr vor Samsung im Smartphone-Markt. Was im letzten Quartal 2016 noch stimmte, sieht drei Monate später ganz anders aus, wenn man Gartner folgt.
Diesmal haben die Analysten für das erste Quartal 2017 rund 380 Millionen verkaufte Smartphones weltweit gezählt. Das sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar rund neun Prozent mehr, doch die Platzhirsche des Marktes haben die Positionen getauscht. Samsung liegt mit 20,7 Prozent (minus 2,6 Prozent) vor Apple mit knapp 14 Prozent (minus 1,1 Prozent). Beide haben Anteile eingebüsst, während die chinesischen Top-Geräteanbieter Huawei, Oppo und Vivo (BBK) zum Teil drastisch zugelegt haben. Gemeinsam halten sie inzwischen rund 24 Prozent des Gesamtmarktes, das sind sieben Prozent mehr als im ersten Quartal 2016.
Konkret hat Samsung noch rund 78,7 Millionen Geräte verkauft und Apple knapp 52 Millionen Stück. Unterdessen hält Huawei mit gut 34 Millionen Einheiten rund neun Prozent von Markt, Oppo mit etwa 31 Millionen Smartphones acht Prozent und Vivo mit rund 26 Millionen Stück sieben Prozent des Marktes.
Interessant ist, dass die verkauften Stückzahlen von Oppo um fast 95 Prozent und von Vivo um nahezu 85 Prozent stiegen. Der Bereich "Other" ist übrigens auch etwas geschrumpft und umfasst mit gut 158 Millionen Geräten noch rund 42 Prozent Marktanteil.
Das Wachstum der Chinesen begründet Gartner mit "hochwertigen Smartphones zu attraktiven Preisen mit innovativen Features". Ausserdem hätten sie mit aggressivem Marketing "Anteile anderer Anbieter in Märkten wie Indien, Indonesien und Thailand" übernommen.
Übrigens läuft auf den meisten Telefonknochen Android, das mit rund 86 Prozent den Lead (plus zwei Prozent) bei den Betriebssystemen hält. iOS nutzen noch 13,7 Prozent (minus 1,1 Prozent) der Smartphones im Markt. (vri)

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