Smartwatch-Markt drastisch eingebrochen

22. Juli 2016, 10:18
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Kunden warten auf neue Hardware.

Der Smartwatch-Markt ist stark rückläufig. Unter anderem auch weil Kunden auf neue Hardware warten.
Nach den neusten Zahlen des Marktforschers IDC sind die weltweiten Verkäufe von Smartwatches im zweiten Quartal 2016 deutlich um 36 Prozent zurückgegangen. Bemerkenswert ist dabei, dass Marktführer Apple im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum Einbussen von satten 55 Prozent verbuchen musste. Zwar weisen die Analysten "aus Fairness", wie sie in der Kommentierung der Zahlen schreiben, darauf hin, dass der Vergleich etwas hinkt, weil die Apple Watch im Vorjahresquartal erst in den Handel gekommen ist. Betont wird aber gleichzeitig, insgesamt seien die Käufer seit Anfang 2016 zurückhaltend, weil neue Hardware abgewartet werde.
Generell wird denn auch Apple für den Rückgang des Gesamtmarktes verantwortlich gemacht. Denn konkret gingen in den vergangenen drei Monaten noch 3,5 Millionen intelligente Uhren über die Ladentische, nachdem es im zweiten Quartal 2015 noch 5,1 Millionen waren. Mit einem Marktanteil von 47 Prozent (Vorjahresquartal 72 Prozent) hat Apple gerade einmal 1,6 Millionen (Vorjahresquartal 3,6 Millionen) Smartwatches abgesetzt.
Grosser Gewinner - wenn auch auf niedrigem Niveau - ist Samsung. Der Hersteller verkaufte 0,6 Millionen Stück oder 51 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2015. Zugleich wurden damit die Marktanteile von sieben auf 16 Prozent erhöht. Auf Rang drei erzielte Lenovo mit 75 Prozent das grösste Wachstum. Auch wenn nur 0,3 Millionen (Vorjahresquartal 0,2 Millionen) Smartwatches verkauft wurden, reichte das, LG Electronics auf den vierten Platz im Marktranking zu verdrängen.
Wo bleiben die klassischen Uhrenhersteller?
Insgesamt glaubt man bei IDC, dass sich dieses Marktsegment auch in der zweiten Jahreshälfte nicht erholen wird. Es seien noch viel zu wenige klassische Uhrenmarken in den Markt eingestiegen. Sie seien aber zwingend, um die Smartwatches weiter zu verbreiten. Der Wandel kommt laut den Marktforschern nur langsam in Gang, nachdem inzwischen Uhrenhersteller wie Casio, Fossil und Tag Heuer mit eigenen Modellen in den Markt eingestiegen sind. (vri)

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