Snowflake lanciert Daten-Cloud für Finanzunternehmen

15. September 2021, 13:13
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Der Softwarehersteller verspricht eine "schlüsselfertige" Lösung zur Verlagerung von Data-Warehouses in die Cloud und hat bereits mehrere grosse Kunden.

Snowflake, US-Spezialist für Data-Warehousing in der Cloud, hat seine erste branchenspezifische Lösung lanciert, die Financial Services Data Cloud. Sie sei auf die Anforderungen von Banken, Versicherungen, Fintechs, Investmentfirmen und anderen Unternehmen der Finanzindustrie ausgerichtet, so Snowflake. Kunden, verspricht der Anbieter, können damit ihre Data-Warehouse-Systeme in einer einzigen Cloud-Plattform konsolidieren und darin sowohl eigene Daten als auch Daten von Drittanbietern analysieren.
Als Infrastruktur für die Finanzdaten-Cloud nutzt Snowflake nach eigenen Angaben Ressourcen bei den 3 grossen Cloud-Providern AWS, Microsoft und Google. Zudem hätten sich bereits rund 600 Partner angeschlossen, die Tools für die Datencloud liefern, darunter eine Data Governance App von Alation, der Datenmanagement- und Analyseservice Amazon Finspace als eine der externen Datenquellen, die Aladdin Data Cloud von Blackrock für Investmentmanager, eine Cognizant-Anwendung für Versicherer, HUX for Financial Services von Deloitte, und EY Comply von EY. Eine Integration von Dataiku erlaube zudem die Nutzung von KI/ML-Trainingsmethoden direkt in Snowflake.
Zu den Features der Plattform gehören gemäss dem Anbieter eine private Verbindung zu den verwendeten Public Clouds, eine erweiterte Verschlüsselung mittels Bring Your Own Key (BYOK), eine integrierte Klassifizierung und Anonymisierung sensibler Daten sowie eine Integration mit Tokenisierungsanbietern.
Zu den Drittunternehmen, die in der Financial Services Data Cloud via einen integrierten Marktplatz Daten zur Analyse anbieten, gehören unter anderem Acxiom, S&P Global und Factset.
Zu den ersten Kunden, die Snowflake bekannt gegeben hat, zählen Allianz, BlackRock, Capital One, Western Union und die New Yorker Börse. Western Union erklärt, man habe die Plattform genutzt, um 35 bisher getrennte und weltweit verstreute Data-Warehouses zu konsolidieren.
Update (24.9.2021): In einer ersten Version des Artikels wurde ein externes Unternehmen zum Projekt aus der Medienmitteilung zitiert. Diese Passage wurde von der Agentur zurückgezogen und von uns entsprechend gelöscht.

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