Snowflake will mehr MSPs und Reseller gewinnen

19. Juni 2020, 10:29
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Mit einem neuen Partnerprogramm hofft der rasch wachsende US-Anbieter das Partner-Ökosystem ausbauen zu können und weiter zu skalieren.

Das amerikanische Data-Warehousing-Unternehmen Snowflake stellt ein neues Partnerprogramm für Dienstleister, MSPs sowie Technologie-Partner vor. Das "Snowflake Partner Network" (SPN) umfasst ein Portal mit technischen und vertrieblichen Schulungen, Deal-Registrierung, Marketing-Tools sowie weitere Materialien.
Ein Resale-Programm soll es erleichtern, die Kundenkontakte zu managen und Snowflake-Lösungen für Kunden bereitzustellen, zu betreiben und zu warten. Für MSPs, Systemintegratoren und Dienstleister sei es nun möglich, die Snowflake-Lösungen wiederzuverkaufen und eigene Lösungen darum herum aufzubauen.
Hinzu kommt laut Mitteilung ein "Technology Track", der ISV-Partnern neue Wege zur Zusammenarbeit mit dem Hersteller bietet. Dazu gehören Zertifizierungen etwa für die Einhaltung von Best-Practice-Anforderungen sowie Tools zur Integration von Lösungen in die Snowflake-Plattform.
"Der nächste Schritt auf unserer Reise wird sein, zu skalieren," sagt Colleen Kapase, Vice President Worldwide Partner Alliance, gegenüber dem US-Channel-Magazin 'CRN'.  Insbesondere die Resale-Optionen innerhalb des neuen Partnerprogramms sollen die Zahl der MSPs und Dienstleistungsanbieter erhöhen, die Snowflakes Cloud Data Services verkaufen, fügt die Channel-Managerin an.
Bis jetzt seien etwa die Hälfte der Snowflake-Sales "von Partnern unterstützt" worden, so Philip Larson, Senior Director Worldwide Partner Programmes bei Snowflake, zu 'CRN'. Dazu gehörten insbesondere Pre-Sales-Vorführungen, Post Sales Support und Services. "Wir sehen das definitiv wachsen", fügte er an.

Gerüchte um einen IPO

Snowflake wurde 2012 gegründet und beschäftigt mittlerweile 1400 Angestellte. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien hat im Februar in einer Finanzierungsrunde knapp 480 Millionen Dollar angezogen und wurde damit mit 12,4 Milliarden US-Dollar bewertet. 
Offenbar steht Snowflake vor einem Börsengang, wie die 'Financial Times' mit Berufung auf mit der Angelegenheit betrauten Personen Anfang Juni berichtete. Dabei visiere Snowflake eine Bewertung von 15 bis 20 Milliarden Dollar an, hiess es weiter. Demnach habe das Unternehmen Goldman Sachs als Berater herbeigezogen und bereits eine entsprechende, vertrauliche Eingabe bei der US-Börsenaufsicht gemacht. Goldman Sachs und Snowflake kommentierten eine Anfrage der 'Financial Times' nicht. 

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