"So etwas haben nur wir"

31. Oktober 2014, 17:09
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Der Luzerner Software-Hersteller Opacc präsentiert mit "Oxas" eine Integrationsplattform.

Der Luzerner Software-Hersteller Opacc präsentiert mit "Oxas" eine Integrationsplattform.
"So etwas wie Oxas hat sonst niemand." Gesagt hat dies ganz unbescheiden Opacc-Gründer und -Chef Beat Bussmann (Foto) an einer Medienveranstaltung am Rande der Kundenveranstaltung OpaccConnect in Luzern. Unter dem Namen Oxas (Open Extended Application Services) vermarktet der Luzerner Software-Hersteller die Datendrehscheibe, die das Fundament der aktuellen und künftigen Version des ERP-Systems und des neuen Webshops ist.
In der Tat hat uns das Konzept gefallen. Oxas dient nicht nur als Drehscheibe für Daten innerhalb der Opacc-Welt, sondern auch für die Einbindung von externen Lösungen und - je länger je wichtiger - von Cloud-Dienstleistungen. Insbesondere ist ein Archivierungssystem für Dokumente eine Option von Oxas und man kann Kommunikatonssysteme wie Microsoft Exchange damit integrieren. Ebenfalls gehört eine Funktion für Enterprise Search dazu.
Ein wichtiges Argument für Opacc-Kunden ist Releasefähigkeit. Neue Versionen der Software können ohne ausufernde Aufwände eingeführt werden, weil Opacc Anpassungen nur über Skripte und über das Konfigurations-Werkzeug Opacc Studio zulässt. Gemäss Bussmann ein wichtiges Verkaufsargument: "Wir lösen ERP-Systeme ab, die mit Zusatz-Code angepasst worden sind."
Bereits vor zwei Jahren hat Opacc den neuen, modernen Webshop angekündigt. Der Opacc Enterprise Shop ist gemäss Bussmann ein Erfolg. Bis heute wurden 90 Shop-Projekte angeworfen und die Liste der Kunden und ihre Shops sind tatsächlich eindrucksvoll. Bussmann: "Wir gewinnen neue Kunden aufgrund des Shops."
Kunden haben Angst vor SQL-Server
Vor zwei Jahren kündete Opacc den Wechsel der Datenbank hin zu Microsoft SQL Server an. Im Januar 2014 war Opacc V15 dann erhältlich. Seitdem haben sich etwa 100 von total ungefähr 500 Kunden zu einem Migrationsprojekt auf die neueste Version von Opacc (V15) durchringen können. "Die Kunden haben grossen Respekt von der Migration der Datenbank (Dataflex - Red.) auf Microsoft SQL Server", so Bussmann. Zudem fallen mit SQL Server zusätzliche Lizenzkosten an.
Es gibt allerdings starke Argumente für die Migration. So erhält Opacc gemäss einer Kundenumfrage bei Thema Verarbeitungsgeschwindigkeit die schlechtesten Noten. Das dürfte mit Dataflex zusammenhängen.
Während der moderne Online-Shop ein gutes Verkaufsargument ist, war dies mit der vor zwei Jahren eingeführten neuen CRM-Lösung offenbar nicht der Fall. "Wir mussten feststellen, dass beim Thema CRM niemand auf uns gewartet hat," sagte Bussmann gestern. Die CRM-Lösung, die uns bei der Demo vor zwei Jahren gut gefallen hat, werde primär an bestehende Kunden verkauft, hiess es gestern.
Nachfolgeregelungstraining für Opacc
"ERP" ist kein Hype-Thema mehr und man könnte meinen, dass unterdessen alle potentiellen Opacc-Kunden über ein gut funktionierendes, modernes, mit mobilen Geräten bedienbares System verfügen. Die Erfahrung von Opacc ist anders: "Der Markt ist unendlich", so Bussmann. Denn potentielle Kunden seien unter Druck und müssten rasch immer wieder ihre Prozesse verändern. "Wir haben jedes Jahr mehr Anfragen. Wenn ein ERP-Anbieter innovativ ist, gibt es da und dort ERP-Ersatzprojekte," so der Opacc-Chef.
Und wie lange will Bussmann noch an der Spitze von Opacc bleiben? Er gibt auf diese Frage keine konkrete Antwort, sagt aber, es müsse sein Ziel sein, dass die Firma auch ohne ihn funktioniere. Dass er nach eigenen Angaben pro Jahr 10 bis 12 Wochen in die Ferien geht, ist damit als "Training" (für die Firma) zu verstehen. Das erscheint dem gleichaltrigen Schreibenden doch sehr vernünftig. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Opacc ist ein guter Werbekunde unseres Verlags. Mitbewerber aber auch.)

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