So sah 2016 die Schweizer IT-Landschaft aus

27. Juni 2017, 15:00
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In Zusammenarbeit mit dem 'IT-Markt' hat der Marktforscher Profondia die IT-Basis in 12'454 Schweizer Unternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitern und mindestens 10 Computerarbeitsplätzen auf den Prüfstand gestellt.

In Zusammenarbeit mit dem 'IT-Markt' hat der Marktforscher Profondia die IT-Basis in 12'454 Schweizer Unternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitern und mindestens 10 Computerarbeitsplätzen auf den Prüfstand gestellt. Bei dieser Studie ging es nicht um den Absatz, sondern um die installierte Infrastruktur von Herstellern und Technologien, wird betont. Gezählt haben man also, welche Produkte und Technologien bei wie vielen Firmen per Ende 2016 im Einsatz waren. Da eine Firma in einer Kategorie gleichzeitig mehrere Produkte einsetzen kann, weil etwa eine Multivendor-Strategie gefahren wird oder sich eine Firma in einem Migrationsprozess befindet, waren Doppelnennungen möglich, so der Studienbericht.
Exemplarisch seien hier drei Komponentenkategorien aus dem umfangreichen Zahlenmaterial, das im Rahmen des "IT-Markt Reports 2017" publiziert werden soll, kurz zusammengefasst. Vorab jedoch noch eine interessante Zahl, die in Zusammenhang mit der Digitalisierung gebracht wird. Sie sei in der hiesigen Wirtschaft angekommen, weil inzwischen die befragten Schweizer Firmen 4,8 Prozent mehr IT-Mitarbeiter als im Vorjahr beschäftigen. Im Durchschnitt seien es 5,83 IT-Spezialisten, wobei die Anzahl der IT-Mitarbeiter in den KMU eher stärker wachse als in den Grossbetrieben, wie es heisst.
Rückläufig ist hingegen die Anzahl physischer Host-Systeme. Demnach gebe es einen Trend Mainframe, Midrange-Systeme oder Workstation-Server zu reduzieren. So seien die Midrange-Systemen um 17,4 Prozent rückläufig, Workstations-Servern um 8,8 Prozent und die Mainframes um 6,3 Prozent. Mit einem geringen Plus von 0,2 Prozent stagnierte hingegen die Anzahl an Servern. Marktführer bei den Servern ist laut der Befragung nach wie vor HPE mit einem Anteil von 53 Prozent, minus ein Prozentpunkt. Der Markt zeigt aber kaum Dynamik. Denn wie bisher kommen Dell auf zwölf Prozent, IBM-Lenovo auf zehn sowie Fujitsu und Cisco auf je zwei Prozent. Nach Apple mit einem Prozent teilen sich diverse andere Anbieter die restlichen rund 20 Prozent (plus ein Prozent) der Server in den Unternehmen.
Ein stärkerer Wandel, wenn auch nur im Windows-Umfeld, zeichnet sich bei den Betriebssystemen ab. Immer noch ist Windows 7 mit 49 Prozent (minus vier Prozent) Marktführer. Windows Vista läuft erstmals bei einem Prozent der Schweizer Unternehmen, Windows 8 und Windows 10 brachten es aus dem Stand auf je 10 Prozent der Befragten, während sich 2016 der Einsatz von Windows XP auf vier Prozent halbiert hat.
Kaum Veränderungen gab es laut Profondia dann wieder bei den ERP-Systemen. SAP wird bei 17 Prozent (plus ein Prozent) der hiesigen Unternehmen eingesetzt, Abacus bei 14 Prozent (plus ein Prozent), während Sage und Microsoft Dynamics unverändert bei sieben Prozent respektive sechs Prozent der Unternehmen laufen. Die Studie hat dabei herausgefunden, dass ein ERP-System zuletzt durchschnittlich 13,4 Jahre im Einsatz stand, also 0,7 Jahre länger als noch im Jahr 2015. Interessant ist in dieser Kategorie zudem die grosse Anzahl kleinerer Anbieter, auch wenn deren Anteil am Markt im 2016 um drei auf 43 Prozent geschrumpft ist. Interessant ist zudem, dass immerhin vier Prozent der befragten Unternehmen ihr ERP selbst entwickelt haben. (vri)

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