SoftM schreibt immer noch Verluste in der Schweiz

29. April 2008, 09:03
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Münchner Softwarehersteller hat Klotener Niederlassungen geschlossen. Keine Neukunden für Greenax.

Münchner Softwarehersteller hat Klotener Niederlassungen geschlossen. Keine Neukunden für Greenax.
Der deutsche ERP-Software-Hersteller SoftM schreibt in der Schweiz immer noch rote Zahlen. Wie dem Geschäftsbericht zu den neusten Geschäftszahlen zu entnehmen ist, hat SoftM Schweiz mit Sitz in Kloten (wie auch SoftM Österreich) das vergangene Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen.
SoftM Schweiz von Kloten nach Buchs
Wie SoftM-Sprecher Friedrich Koopmann gegenüber inside-channels.ch sagt, hat das damit zu tun, dass der Standort Kloten im vergangenen September im Rahmen der neuen Semiramis-Strategie geschlossen wurde und der Sitz von SoftM Schweiz nach Buchs (SG) verlegt wurde. "Die Verluste erklären sich aus dem Transformationsprozess", so Koopmann. In Kloten waren zuletzt drei Mitarbeitende für Vertrieb, Marketing und Beratung beschäftigt.
SoftM Schweiz in Buchs fungiert praktisch nur noch als Rechnungsadresse für die Schweizer ERP-Kunden, die SoftM Suite einsetzen. Diese werden nun von München aus betreut. Der indirekte Vertriebskanal für die ERP-Lösung Semiramis wird nach wie vor von den vier Schweizer Partnern A-MEA, PowerSource, Flexsystems und Soreco betreut, die erst kürzlich drei Semiramis-Neukunden bekannt gegeben haben.
Keine Neukunden für Greenax
Mit dem Fokus auf Semiramis rückt die Partnerschaft von SoftM mit dem Innerschweizer ERP-Hersteller Bison Solution weiter in den Hintergrund. Die beiden Unternehmen hatten Anfang 2006 eine Partnerschaft bekannt gegeben.
SoftM verkauft Greenax nach eigenen Angaben in "definierten Zielmärkten" wie beispielsweise dem Agrargrosshandel und bearbeitet zurzeit "verschiedene Vertriebsprojekte" in diesen Märkten. Die Zusammenarbeit mit Bison erstrecke sich schwerpunktmässig auf die Entwicklungspartnerschaft. "Unsere Neuentwicklung für das Rechnungswesen mit dem Markennamen SharkNex basiert auf Bison-Technologie, dem Bison Solution Framework. Es besteht also eine partnerschaftliche Zusammenarbeit", so Koopmann. SharkNex wird auch als Teil von Semiramis und Greenax angeboten.
Der im Sommer 2005 von SoftM übernommene Dokumentenmanagement-Spezialist Solitas Informatik mit Sitz in Buchs entwickle sich "weiterhin sehr erfreulich", sagt Koopmann. Bei der Anfang 2007 gegründeten d.velop Schweiz, ebenfalls in Buchs, hatte SoftM im vergangenen Jahr wie erwartet "leichte Anlaufverluste" zu verzeichnen. Die beiden Unternehmen beschäftigen 28 Angestellte.
Konzern im Minus
Konzernweit sank der Umsatz von SoftM aufgrund der schlechten Situation im Bereich Systemintegration, wo die Umsätze halbiert wurden, von 83 auf 59,4 Millionen Euro. Der Softwareumsatz stieg von 17,6 auf 19,1 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern rutschte SoftM mit einem Minus von 1,9 Millionen Euro in die Verlustzone. (Maurizio Minetti)

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