SoftM tief in den roten Zahlen

1. März 2010, 14:43
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Der auch in der Schweiz tätige deutsche Softwarehersteller SoftM muss für das vergangene Geschäftjahr einen drastischen Umsatzeinbruch hinnehmen.

Der auch in der Schweiz tätige deutsche Softwarehersteller SoftM muss für das vergangene Geschäftjahr einen drastischen Umsatzeinbruch hinnehmen. Gemäss den vorläufigen Zahlen liegt der Umsatz im Jahr 2009 bei 38,9 Millionen Euro - gegenüber 56,6 Millionen Euro im Vorjahr. Insbesondere im Bereich "Hardware und Services für die IT-Infrastruktur" verzeichnete SoftM einen massiven Rückgang. Während im vorhergehenden Jahr noch ein Umsatz von 18,6 Millionen Euro resultierte, sind es dieses Jahr nur noch 7,5 Millionen Euro. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, habe man begonnen, "diesen Bereich neu auszurichten" und vermehrt spezifische Lösungen in Verbindung mit eigenen Softwareprodukten anzubieten.
Ebenfalls rückläufig, wenn auch weniger stark, waren die Geschäftsbereiche Beratung mit einem Umsatz von 13,7 Millionen Euro (Vorjahr: 17,5 Millionen Euro) sowie das Segment Standardsoftware (Lizenzerlöse und Unterhalt für Software), wo ein Umsatz von 17,6 Millionen Euro (Vorjahr: 20,5 Millionen Euro) erzielt wurde. Dabei seien die Umsätze mit eigenen Softwareprodukten jedoch "weitgehend" stabil geblieben beziehungsweise mit Comarchs ERPII-Produkt Semiramis sogar leicht gestiegen.
Mit einem Minus von 2,4 Millionen Euro liegt das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) deutlich unter dem letztjährigen Wert von Plus 3,8 Millionen Euro. Mit 7,1 Millionen Euro vermeldet SoftM zudem ein deutlich schlechteres Betriebsergebnis (EBIT) als noch 2008 (Minus 2,7 Millionen Euro). Das zur Comarch-Gruppe gehörende Unternehmen will am 1. April die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 bekanntgeben. (bt)

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