Software AG Schweiz schafft Turnaround

27. Januar 2009, 15:47
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Der zweitgrösste deutsche Softwarehersteller wächst ungeachtet der Krise markant. Gute Entwicklung auch in der Schweiz.

Der zweitgrösste deutsche Softwarehersteller wächst ungeachtet der Krise markant. Gute Entwicklung auch in der Schweiz.
Die Software AG hat das Geschäftsjahr 2008 trotz Wirtschaftskrise in den letzten Monaten mit sehr guten Zahlen abgeschlossen. 2008 war für den Infrastruktursoftware-Anbieter das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Firmenchef Karl-Heinz Streibich sagte: "Im Geschäftsjahr 2008 haben wir gezeigt, dass wir mit unserem soliden Geschäftsmodell gut aufgestellt sind. Wir können auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten erfolgreich sein. Wir wachsen in der Krise."
Auch im Schlussquartal stark
Der nach SAP zweitgrösste deutsche Softwarehersteller steigerte den Konzernumsatz um 16 Prozent auf 720,6 Millionen Euro, während der operative Gewinn (EBIT) um 32 Prozent auf 180,5 Millionen Euro wuchs. Der Umsatz des Geschäftsbereichs webMethods konnte um 33 Prozent auf 315,7 Millionen Euro gesteigert werden. Die Software AG hatte den US-Anbieter im Mai 2007 übernommen. Im vergangenen Jahr trug der neue Geschäftsbereich bereits 44 Prozent zum Gesamtumsatz bei, verglichen mit 38 Prozent im Jahr zuvor.
Auch im wirtschaftlich besonders turbulenten Schlussquartal wuchs die Software AG markant. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 212,4 Millionen Euro. Beim Gewinn auf EBIT-Stufe konnte das Unternehmen um 28 Prozent auf 54,9 Millionen Euro zulegen.
Software AG Schweiz wieder profitabel
In der Schweiz schaffte es die Software AG im vergangenen Jahr wieder in die schwarzen Zahlen, wie Unternehmenssprecher Paul Hughes zu inside-it.ch sagt. 2007 hatte die Schweizer Niederlassung noch "leicht" rote Zahlen geschrieben. Der Umsatz der Software AG Schweiz wuchs laut Hughes um 25 Prozent. Absolute Zahlen nannte er nicht. Seit Mai 2008 wird die hiesige Niederlassung von Michael Obst geleitet. Zu den Kunden zählen unter anderem Credit Suisse, Migros, Swisscom und Novartis. (Maurizio Minetti)

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