'Software-as-a-Service' von Abacus ab Mai

4. April 2007, 18:57
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Hohe Sicherheit durch Integration der digitalen Zertifikate der Post. Vorerst erst Fibu und HR als "Software per Internet". Betrieb ausschliesslich über Abacus-Partner (Treuhänder).

Hohe Sicherheit durch Integration der digitalen Zertifikate der Post. Vorerst erst Fibu und HR als "Software per Internet". Betrieb ausschliesslich über Abacus-Partner (Treuhänder).
Der Ostschweizer Software-Hersteller Abacus wird Anfang Mai eine vollständig neu auf Java entwickelte Version seiner Finanzbuchhaltung und HR-Lösung lancieren. "AbaWebTreuhand", wie die neue Version heisst, kann vom Kunden vollständig in einem Webbrowser bedient werden. Software und Daten bleiben dabei im Rechenzentrum eines Abacus-Partners, im Normalfall ein Treuhänder, es handelt sich also um eine echte SaaS-Lösung (Software-as-a-Service) wie man sie von Lösungen wie Salesforce.com oder der ebenfalls Ostschweizer Firma Skip5 her kennt. Teure Zusatzsoftware wie Microsoft Terminal Server oder Citrix Metaframe sind weder auf Seiten des Anbieters noch des Kunden nötig.
Alternative zu FibuLight und LohnLight
Vom Funktionsumfang her, bietet "AbaWebTreuhand" etwa soviel wie die "kleinen" Lösungen FibuLight und LohnLight von Abacus. Man kann also Kontenpläne erstellen, buchen, Journale und Kontoauszüge und natürlich eine Bilanz und Erfolgsrechnung erstellen. Im HR-Modul gibt es Funktionen für Lohnabrechnungen, Pflege des Personalstamms und er Lohndaten und auch den Ausdruck von Lohnausweisen.
Raffiniert an der Sache ist, dass sich ein Treuhänder und sein Kunde die Arbeit fliessend aufteilen und sich über ein Notiz- und Logbuchsystem gegenseitig informieren können.
Ab 25 Franken pro Monat und User
Bisherige Konzepte für Software-as-a-Service wurden von der Branche zwar enthusiastisch gefeiert, fanden im Markt aber wenig Anklang, da die Kunden unter anderem um die Vertraulichkeit ihrer Daten fürchteten. So ist das Schlagwort "ASP" (Application Service Providing) vollständig verschwunden.
Mit der Integration der digitalen Zertifikate der Post, die man sich mit verhältnismässig wenig Geld und Aufwand beschaffen kann, ist die Sicherheit der Daten nun aber gewährleistet. Ein Anwender von "AbaWebTreuhand" wie auch der Treuhänder selbst, der das System betreibt, wird sich mit einem digitalen Zertifikat der Post eindeutig identifizieren und ausschliesslichen Zugang zu seinen Daten erhalten können.
Über Internet gemietete Software und Datenhaltung hat für Anwender grosse Vorteile. So ist der Preis über Jahre gerechnet zwar nicht unbedingt tief, dafür aber entfallen jegliche Investitionen in Server, Installation, Datensicherung und Beratung. AbaWebTreuhand ist in der einfachsten Version ab 25 Franken pro Monat und User zu haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Mühe und Sorgen mit professioneller Datensicherung und Backup einem professionelleren Anbieter überlassen kann, der seine Aufwände wiederum auf viele Kunden verteilen kann.
Spannend finden wir, dass die verhältnismässig kleine St. Galler Abacus ihrer scheinbar übermächtigen multinationalen Konkurrenz einmal mehr einen Schritt voraus ist. SAP wird zwar ebenfalls ein Software-as-a-Service Paket lancieren, doch sind weder der Name des Produkts noch ein genaues Erscheinungsdatum bekannt. Und von Microsoft (Navision / Axapta) gibt es in den USA unter dem Namen "Microsoft Live Office" erst Ansätze zu Geschäftssoftware, die als Service im Abo über Internet geliefert wird. Auch der grosse Sage Konzern (Sesam) hat in der Schweiz erst testweise ein SaaS-Angebot, das technisch aber auf Citrix-Technologie aufbaut. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Abacus ist "Gold Sponsor" unseres Verlags und seit dem Bestehen unserer Firma ein wichtiger Werbekunde.)

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