Software-Business: 2013 wird ein gutes Jahr

6. Dezember 2012, 15:45
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Anhaltend positive Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz bei Schweizer Software-Herstellern. Gute Aussichten für 2013.

Anhaltend positive Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz bei Schweizer Software-Herstellern. Gute Aussichten für 2013.
Die Schweizer Software-Industrie, also jene Firmen- oder Firmenteile, die in der Schweiz Software produzieren, gewinnt stetig an Gewicht. Dies zeigt auch die neueste Ausgabe des 'Swiss Software Industry Index', den das Berner Beratungshaus sieber & partners heute veröffentlicht hat. Der Index beruht auf einer Webumfrage unter 140 Herstellern.
Im ersten Halbjahr 2012 konnten Schweizer Software-Hersteller ihren Umsatz im Schnitt um sieben Prozent steigern. Seit der ersten Ausgabe des Index zeigt die Industrie damit ein beeindruckend hohes und konstantes Wachstum, das das durchschnittliche Wachstum von Firmen in anderen Branchen weit hinter sich lässt:
Zweites HJ 2009: + 7 %
Erstes HJ 2010: + 8 %
Zweites HJ 2010: + 11,3 %
Erstes HJ 2011: + 7 %
Zweites HJ 2011: + 9 %
Gute Auftragslage, positive Stimmung für 2013
Noch ist unklar, welche Auswirkungen der markante Veränderungs- und wohl auch Schrumpfungsprozess der Schweizer Bankenbranche auf Software-Hersteller haben wird. Auftragseingang und -Bestand zeigen aber, dass Alarmstimmung nicht (Ausnahmen ausgenommen) angesagt ist.
So wuchs das Offertvolumen der Schweizer Softwarehersteller im ersten Halbjahr im Schnitt um neun Prozent, der Auftragseingang um acht Prozent. Der Auftragsbestand der Firmen legte im Schnitt um sieben Prozent zu. Noch ist der gemessene Zeitraum relativ kurz, doch es zeichnet sich ab, dass die Herstellung von Software ein relativ krisenresistentes, stetig wachsendes Gewerbe ist.
Der Auftragsbestand zeigt, dass die Software-Branche auch in der zweiten Hälfte 2012 ein schönes Wachstum zeigen wird. Und hört man sich in der "Szene" herum, so sind die Aussichten für 2013 sogar noch besser. Kundenentscheide fielen weniger zögerlich als noch vor einem Jahr, sagen viele.
Wie gross ist die Schweizer Software-Industrie?
Da die Schweizer Software-Industrie von der Wirtschaftsstatistik nicht als eine eigene Messeinheit erfasst wird, lassen sich absolute Zahlen nicht feststellen. Aber es gibt einige Hinweise: Insgesamt geben Schweizer Firmen pro Jahr rund fünf Milliarden Franken für Business-Software aus. Und mindestens die Hälfte der Software-Projekte - man denke nur an den Output der Software-Fabriken der Grossbanken und der Industrie - werden gar nicht als Software-"Produktion" wahrgenommen. Man darf also davon ausgehen, dass die Schweizer Software-Industrie jährlich "Waren" im Wert von über 10 Milliarden Franken produziert - ungefähr fünf mal mehr als Schokoladehersteller.
Branchenkenner Pascal Sieber schätzt den Markt sogar noch etwas grösser, auf ungefähr 15 Milliarden Franken pro Jahr, ein. (Christoph Hugenschmidt)
Der 'Swiss Software Industry Index' wird von sieber & partners in Zusammenarbeit mit inside-it.ch erhoben und von swiss made software, simsa, AlpICT und Topsoft unterstützt. ICT Agenda tritt als Sponsor auf.
Firmen, die an der Webumfrage für den 'Swiss Software Industry Index' teilnehmen, erhalten die detaillierte Auswertung kostenlos. Alle anderen können die 23-seitige Studie für 297 Franken hier beziehen. Sie enthält detaillierte Angaben zur Profitabilität und der Entwicklung der Kosten der teilnehmenden Firmen.
Zudem beschäftigten wir uns en détail mit der Lehrlingsausbildung in der Schweizer Software-Industrie. (hc)

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